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Na­vi­ga­ti­on

Aus­stel­lungs­plan der Städ­ti­schen Mu­se­en im Jahr 2008

Pres­se­mit­tei­lung vom 06.02.2008

Ga­le­rie am Al­ten Markt Ros­tock

11. Ja­nu­ar bis 9. Fe­bru­ar 2008, Ent­ma­te­ria­li­sie­rung

Sil­ke Her­loff (Ros­tock) - Ma­le­rei, Eva Wild (Ber­lin) - gra­fi­sche Struk­tu­ren, schwarz-weiß

Bei­de Künst­le­rin­nen prä­sen­tie­ren Ar­bei­ten, die mit Ge­wohn­hei­ten bre­chen wol­len. So sind ih­re Bil­der auch Wand, Raum, Land­schaft und Ver­än­de­rung - ent­ma­te­ria­li­siert. Sie be­schäf­ti­gen sich mit der Schaf­fung ei­ner Art "Iko­ne der Neu­zeit" - der Ver­such al­so, Tra­di­ti­on und Mo­der­ne zu ver­bin­den.

Kul­tur­his­to­ri­sches Mu­se­um Ros­tock

8. Fe­bru­ar bis 12. Mai 2008, Schlös­ser und Her­ren­häu­ser in Pom­mern

Die Re­gi­on West­pom­mern ist ge­kenn­zeich­net durch ei­ne Ver­gan­gen­heit, die durch ver­schie­de­ne Völ­ker ge­prägt wur­de. Deut­sche, Po­len, Dä­nen, Schwe­den und in ei­ni­gen Fäl­len Fran­zo­sen und Rus­sen hin­ter­lie­ßen hier ih­re his­to­ri­schen Spu­ren. Auf die­se Wei­se ist die rei­che ar­chi­tek­to­ni­sche Kul­tur die­ser Re­gi­on von un­ter­schied­li­chen Ein­flüs­sen ge­prägt wor­den. Hö­he­punk­te der Ar­chi­tek­tur ver­deut­li­chen dies an aus­ge­wähl­ten Bei­spie­len. Ne­ben Fo­tos und Mo­del­len wer­den wert­vol­le Aus­stat­tungs­stü­cke aus dem Be­sitz des pol­ni­schen Na­tio­nal­mu­se­ums zu se­hen sein.

Kunst­hal­le Ros­tock

bis 17. Fe­bru­ar 2008, Ot­to Nie­mey­er- Hol­stein. aus der gra­fi­schen Samm­lung.

Nach lan­ger Zeit ist erst­ma­lig ei­ne Aus­wahl von Wer­ken Ot­to Nie­mey­er-Hol­steins zu se­hen. Bis­her noch kaum ge­zeig­te Gra­fi­ken ste­hen im Mit­tel­punkt die­ser Samm­lungs­aus­stel­lung.

Ga­le­rie am Al­ten Markt Ros­tock

15. Fe­bru­ar bis 29. März 2008, Ak­tu­el­le Ar­bei­ten

Udo Rich­ter (Pe­pe­low) - Ob­jek­te und Zeich­nun­gen

Das Werk Udo Rich­ters ist vom Ex­pe­ri­ment ge­kenn­zeich­net. Im Mit­tel­punkt sei­ner Ar­beit steht in die­ser Aus­stel­lung je­doch das Me­tall - er ver­ar­bei­tet es zu Käs­ten, Re­li­efs und Ob­jek­ten ein­fa­cher Form und dicht struk­tu­rier­ter Ober­flä­che. Des Wei­te­ren wer­den Tief- und Prä­ge­dru­cke von Alu­mi­ni­um­plat­ten und Me­tall­col­la­gen zu se­hen sein.

Kunst­hal­le Ros­tock

21. Fe­bru­ar bis 18. Mai 2008, Nicht nur Lachs und Würst­chen. 100 Jah­re deutsch- nor­we­gi­sche Be­geg­nun­gen.

Die Be­zie­hun­gen zwi­schen Nor­we­gen und Deutsch­land in ih­rer In­ten­si­tät und Viel­falt dar­zu­stel­len und da­bei zu ver­deut­li­chen, dass sie weit über die üb­li­chen Kli­schee­vor­stel­lun­gen hin­aus­rei­chen, ist An­lie­gen die­ser Wan­der­aus­stel­lung, die bis­her in Ber­lin, Leip­zig und Es­sen ge­zeigt wur­de. Zwi­schen dem 1905 sou­ve­rän ge­wor­de­nen Kö­nig­reich Nor­we­gen und Deutsch­land wer­den Ver­bin­dun­gen in ver­schie­de­nen Brei­chen wie Wirt­schaft, For­schung, Kunst, Päd­ago­gik, Po­li­tik und Tou­ris­mus an­schau­lich dar­ge­stellt. Wer­ke der zeit­ge­nös­si­schen Kunst von Lars Ram­berg, Ca­mil­la Dahl, Ar­nold Drey­blatt, Ma­ri­an­ne Hes­ke, Rolf Nesch, Tom Gun­ner­schen, Can­di­da Hö­fer, Ru­ne Jo­hann­sen, Au­gust San­der und Olav Chris­to­pher Jens­sen wer­den ne­ben Gra­fi­ken von Ed­vard Munch aus dem Samm­lungs­be­stand der Kunst­hal­le ak­zen­tu­ie­ren die Prä­sen­ta­ti­on in der Kunst­hal­le. Die Aus­stel­lung wur­de aus An­lass der ein­hun­dert­jäh­ri­gen Staats­grün­dung Nor­we­gens und der seit dem von bei­den Län­dern auf­ge­bau­ten di­plo­ma­ti­schen Be­zie­hun­gen im Auf­trag bei­der Au­ßen­mi­nis­te­ri­en ent­wi­ckelt. Für das Ros­to­cker Aus­stel­lungs­pro­jekt ha­ben der Bot­schaf­ter Nor­we­gens und der Mi­nis­ter­prä­si­den­ten des Lan­des Meck­len­burg- Vor­pom­mern die ge­mein­sa­me Schirm­herr­schaft über­nom­men. Ein um­fang­rei­ches Be­gleit­pro­gramm soll Fa­cet­ten der Be­geg­nung zwi­schen Deut­schen und Nor­we­gern zei­gen und ein tie­fe­res Ver­ständ­nis für die Kul­tur des skan­di­na­vi­schen Lan­des er­zeu­gen.

Kunst­hal­le Ros­tock

27. Fe­bru­ar bis 24. März 2008, Ta­ge der Kunst 2008

"Ta­ge der Kunst" ist der Na­me für ei­ne Rei­he von Ver­an­stal­tun­gen für Schu­len in der Re­gi­on Ros­tock, Bad Do­be­r­an und Güs­trow. Was mit ei­ner In­itia­ti­ve des Bun­des Deut­scher Kunst­er­zie­her e.V. 1993 be­gann, gibt es in Ros­tock be­reits das zehn­te Mal. Hö­he­punkt ist in je­dem Jahr ei­ne um­fang­rei­che Aus­stel­lung von Schü­ler­ar­bei­ten vor­nehm­lich aus dem Kunst­un­ter­richt, die in der Kunst­hal­le Ros­tock dann für ei­ni­ge Wo­chen ei­nen wür­di­gen Platz be­kom­men. Im­mer wie­der in­ter­es­sant und viel­sei­tig sind die Werk­statt­pro­jek­te, bei de­nen Schü­le­rin­nen und Schü­ler die Mög­lich­keit ha­ben, haut­nah mit Künst­le­rin­nen und Künst­lern der Re­gi­on zu­sam­men­zu­ar­bei­ten und auf die­se Wei­se Un­ter­richt in ei­ner ganz an­de­ren Form zu er­le­ben. Längst steht nicht mehr nur die bil­den­de Kunst im Mit­tel­punkt, son­dern die "Ta­ge der Kunst" bie­ten ein viel­fäl­ti­ges Pro­gramm, das vie­le Sin­ne an­spricht.

Kunst­hal­le Ros­tock

2. April bis 25. Mai 2008, Ma­ri­lyn Mon­roe - Last Sit­ting

Im Ju­ni 1962 er­hielt der Mo­de­fo­to­graf Bert Stern von der Zeit­schrift Vogue den Auf­trag, Ma­ri­lyn Mon­roe zu fo­to­gra­fie­ren. Er mie­te­te ei­ne Sui­te im Ho­tel Bel Air, dem schöns­ten Ho­tel von Los An­ge­les, und bau­te sie zum Fo­to­stu­dio um. In drei Fo­to­sit­zun­gen über meh­re­re Ta­ge ver­teilt ent­stan­den drei Se­ri­en ganz un­ter­schied­li­chen Cha­rak­ters. Sie zei­gen Ma­ri­lyn Mon­roe in ge­konn­tem Chan­gie­ren zwi­schen Ko­ket­te­rie und über­ra­schen­der Na­tür­lich­keit. Die Mon­roe er­hielt, wie be­spro­chen, die far­bi­gen Ori­gi­nal­di­as und Schwarz­weiß-Kon­takt­bö­gen, die sie we­ni­ge Ta­ge spä­ter wie­der zu­rück­schick­te: Die Hälf­te von Ih­nen war durch­ge­stri­chen und mit Na­gel­lack und Lip­pen­stift be­schä­digt. Auch ei­ni­ge die­ser von ihr nicht au­to­ri­sier­ten Auf­nah­men sind in der Aus­stel­lung zu se­hen. Durch ih­ren plötz­li­chen Tod wur­de die Fo­to­ses­si­on von Bert Stern zum "Last Sit­ting".

Ga­le­rie am Al­ten Markt Ros­tock

4. April bis 17. Mai 2008, Jahr­gang 1991: Zeit­ge­nös­si­sche Kunst aus Eng­land

Künst­ler­grup­pe aus Eng­land: Mau­rice Burns, Da­ve Smith, An­net­te Hough­ton, Don­na Po­pe, Mark Col­lin­son, Sa­rah Goul­ding, Rob Wor­ley

Es wer­den Ar­bei­ten ge­zeigt, die al­le 1991 ent­stan­den sind und "mo­men­ta­ne" Be­find­lich­kei­ten wi­der­spie­geln. Ziel der Grup­pe ist es, ei­ne zeit­glei­che künst­le­ri­sche Aus­sa­ge mit un­ter­schied­lichs­ten Mit­teln zu tref­fen. Ak­tu­el­le Sich­ten aus Eng­land wer­den in Skulp­tu­ren, Ob­jek­te, Ma­le­rei, Fo­to­gra­fie, Gra­fik und Tex­ti­les prä­sen­tiert.

Kul­tur­his­to­ri­sches Mu­se­um Ros­tock

10. April bis 29. Ju­ni 2008, Ger­ma­nis­tik und Ver­ant­wor­tung. 150 Jah­re Ger­ma­nis­tik in Ros­tock Ge­mein­schafts­pro­jekt des Kul­tur­his­to­ri­schen Mu­se­ums Ros­tock und des In­sti­tuts für Ger­ma­nis­tik der Uni­ver­si­tät Ros­tock

Das In­sti­tut für Ger­ma­nis­tik in Ros­tock, ge­grün­det im Jah­re 1858, ist das äl­tes­te Ger­ma­nis­tisch-phi­lo­lo­gi­sche In­sti­tut in Deutsch­land. Sei­ne Grün­dung ist ei­ne der her­aus­ra­gen­den wis­sen­schaft­li­chen Leis­tun­gen der Uni­ver­si­tät Ros­tock. Ba­sie­rend auf ei­nem durch Stu­die­ren­de ge­tra­ge­nen For­schungs­pro­jekt prä­sen­tiert die Aus­stel­lung erst­mals ei­nen Über­blick über die Ent­wick­lung des In­sti­tuts von der Mit­te des 19. Jahr­hun­derts bis in die 1990er Jah­re. Im Mit­tel­punkt ste­hen die wis­sen­schaft­li­chen Leis­tun­gen des Lehr­kör­pers so­wie ein­zel­ner Ge­lehr­ter und die stu­den­ti­sche Leh­re am In­sti­tut. Eben­so spie­len die po­li­ti­schen Ein­flüs­se auf das In­sti­tut und das Stu­di­um ei­ne Rol­le. Erst­mals für ein der­ar­ti­ges In­sti­tut wird in der Aus­stel­lung und den be­glei­ten­den Ver­an­stal­tun­gen Wis­sen­schafts­ge­schich­te auf­ge­ar­bei­tet.

Kunst­hal­le Ros­tock

23. Mai bis 13. Ju­li 2008, Ma­nu­el Ruiz Vi­da - Ros­to­cker Re­fle­xio­nen Ma­le­rei

In Zu­sam­men­ar­beit mit dem In­sti­tut français de Ros­tock

Der 1970 in Va­len­ci­en­nes ge­bo­re­ne Ruiz Vi­da lebt und ar­bei­tet in Dün­kir­chen, der fran­zö­si­schen Part­ner­stadt Ros­tocks. Er stu­dier­te an der dor­ti­gen Hoch­schu­le der Bil­den­den Küns­te und er­warb 1996 sein Di­plom. Die Ar­bei­ten Ma­nu­el Ruiz Vi­das re­prä­sen­tie­ren ei­ne neue Be­we­gung ge­gen­ständ­li­cher Ma­le­rei, wie sie in Deutsch­land vor al­lem an den Aka­de­mi­en von Düs­sel­dorf und Leip­zig zu in­ter­na­tio­nal be­ach­te­ten Er­geb­nis­sen ge­führt hat. Haupt­the­ma des Künst­lers ist die häu­fig schon im Ab­ster­ben be­grif­fe­ne In­dus­trie­ar­chi­tek­tur des 20. Jahr­hun­derts mit­samt den ihr zu­ge­hö­ri­gen An­la­gen, Be­hält­nis­sen, Ma­schi­nen und Werk­zeu­gen. Ihn be­schäf­ti­gen dar­an ei­ner­seits die pu­ren, vom eins­ti­gen Pro­duk­ti­ons­ge­sche­hen los­ge­lös­te Raum­si­tua­tio­nen und dring­li­chen For­men, an­der­seits die im Ver­fall die­ser Ge­gen­stän­de auf­schei­nen­de mensch­li­che Ge­schich­te.

Ga­le­rie am Al­ten Markt Ros­tock

23. Mai bis 28. Ju­ni 2008, An­nä­he­rung an ei­ne Land­schaft

Fritz Brock­mann (Bützow) - Ob­jek­te, Fo­to­gra­fie, Zeich­nung und Ma­le­rei

Das Pro­jekt ent­stand im Er­geb­nis zahl­rei­cher Ar­beits­auf­ent­hal­te an deut­schen, pol­ni­schen und skan­di­na­vi­schen Ost­see­küs­ten wäh­rend der zu­rück­lie­gen­den Jahr­zehn­te. Ne­ben tra­di­tio­nel­len Kunst­for­men wie Zeich­nung und Ma­le­rei um­fasst es auch künst­le­ri­sche Fo­to­gra­fie und vor al­lem Ob­jekt­kunst.

Kunst­hal­le Ros­tock und Kul­tur­his­to­ri­sches Mu­se­um Ros­tock

29. Mai bis 7. Sep­tem­ber 2008, Meis­ter­wer­ke der Mo­der­ne. Aus den Be­stän­den der 1937/38 von den Na­tio­nal­so­zia­lis­ten be­schlag­nahm­ten Kunst.

Zur Auf­ar­bei­tung der Kunst­ge­schich­te des Na­tio­nal­so­zia­lis­mus ge­hört die Aus­ein­an­der­set­zung mit der Ak­ti­on "Ent­ar­te­te Kunst" und ih­rer bis in die Ge­gen­wart rei­chen­den Fol­gen. Mit der Ver­wer­tung der in der Ak­ti­on "Ent­ar­te­te Kunst" be­schlag­nahm­ten Wer­ke war un­ter an­de­rem der in Güs­trow an­säs­si­ge Kunst­händ­ler Bern­hand A. Böh­mer be­auf­tragt. Ein Kon­vo­lut von Wer­ken aus dem Ver­kaufs­be­stand be­fin­det sich seit 1946 im Kul­tur­his­to­ri­schen Mu­se­um Ros­tock. Mit der Aus­stel­lung soll der wert­vol­le Be­stand der Öf­fent­lich­keit erst­mals vor­ge­stellt und die Rol­le des Kunst­händ­lers Böh­mer im Sys­tem der na­tio­nal­so­zia­lis­ti­schen Kul­tur­po­li­tik un­ter­sucht wer­den. Ein wis­sen­schaft­li­ches Kol­lo­qui­um in Zu­sam­men­ar­beit mit der Frei­en Uni­ver­si­tät Ber­lin, For­schungs­stel­le für Ent­ar­te­te Kunst, ei­ne Vor­trags­rei­he, ei­ne Be­gleit­bro­schü­re, so­wie Schul­pro­jek­te sol­len da­zu bei­tra­gen, neue wis­sen­schaft­li­che Er­kennt­nis­se über na­tio­nal­so­zia­lis­ti­sche Kul­tur­po­li­tik ei­nem brei­ten Pu­bli­kum zu ver­mit­teln und zur wei­te­ren Aus­ein­an­der­set­zung mit der Ge­schich­te des Drit­ten Rei­ches und ih­ren Fol­gen an­re­gen. Aus den Be­stand von rund 600 Wer­ken wer­den Gra­fi­ken, Ge­mäl­de und Plas­ti­ken von so be­kann­ten Künst­lern ge­zeigt wie Ernst Bar­lach, Wil­li Bau­meis­ter, Ru­dolf Bel­ling, Lo­vis Co­rinth, Ot­to Dix, Lyo­nel Fei­nin­ger, Con­rad Fe­lix­mül­ler, Erich He­ckel, Ale­xej von Jaw­len­sky, Paul Klee, Os­kar Ko­kosch­ka, Wil­helm Lehm­bruck, El Lis­sitz­ky, Franz Marc, Las­z­lo Maho­ly-Na­gy, Ot­to Pan­kok, Max Pech­stein, Os­kar Schlem­mer, Karl Schmidt- Rott­luff.

Ga­le­rie am Al­ten Markt Ros­tock

4. Ju­li bis 16. Au­gust 2008, NACH­BARN In­ter­na­tio­na­les Künst­ler­pro­jekt

Dag­mar Hau­ke-Lieb­scher, Ke­ra­mik - Deutsch­land, Su­san­ne Pfeif­fer/Ma­le­rei, Gra­fik - Deutsch­land, Kis­sa Tind­al, Tex­ti­les - Dä­ne­mark, Ma­ri­an­ne Voss­green, Ke­ra­mik - Dä­ne­mark, Wo­j­tek Be­sz­ter­da, Fo­to­gra­fie - Po­len, Ta­de­usz Ogrod­nik, Gra­fik und Ma­le­rei - Po­len

Das Pro­jekt "NACH­BARN" be­inhal­tet ge­mein­sa­me Aus­stel­lun­gen von je zwei Künst­le­rin­nen und zwei Künst­lern aus den be­nach­bar­ten Län­dern Deutsch­lands - Po­len und Dä­ne­mark. In je­dem der drei Län­der soll ei­ne ge­mein­schaft­lich er­ar­bei­te­te und ge­stal­te­te Aus­stel­lung statt­fin­den. Die Be­zeich­nung "NACH­BARN" ist nicht nur geo­gra­fisch zu se­hen, son­dern ver­steht sich au­ßer­dem als Ge­mein­schafts­pro­jekt ver­schie­de­ner Kunst­rich­tun­gen. Die Künst­le­rin­nen und Künst­ler wol­len die kul­tu­rel­le Zu­sam­men­ar­beit der drei be­nach­bar­ten Län­der Eu­ro­pas för­dern und fes­ti­gen. Be­gin­nen wird die Aus­stel­lungs­rei­he am 4. Ju­li 2008 in Ros­tock. Im Sep­tem­ber 2008 wird sie in Po­len ge­zeigt und 2009 in Dä­ne­mark prä­sen­tiert.

Kul­tur­his­to­ri­sches Mu­se­um Ros­tock

10. Ju­li bis 5. Ok­to­ber 2008, Sam­meln, um zu er­hal­ten. 125 Jah­re Al­ter­tums­samm­lung in Ros­tock

Die 1883 durch den Ver­ein für Ros­tocks Al­ter­tü­mer ge­grün­de­te Al­ter­tums­samm­lung, die heu­te zum Kul­tur­his­to­ri­schen Mu­se­um Ros­tock ge­hört, zählt zu den be­deu­tends­ten kul­tur­ge­schicht­li­chen Be­stän­den in Meck­len­burg-Vor­pom­mern und Nord­deutsch­land. Von Bür­gern ge­grün­det, war die Haupt­auf­ga­be die­ser Samm­lung, al­les das zu be­wah­ren, was aus Ros­tocks Ver­gan­gen­heit ver­lo­ren zu ge­hen droh­te und zu­gleich die Er­for­schung der Ros­to­cker Stadt­ge­schich­te zu för­dern. Der Al­ter­tums­samm­lung ist es zu ver­dan­ken, dass wich­ti­ge Tei­le der kul­tur- und kunst­ge­schicht­li­chen Zeug­nis­se Ros­tocks er­hal­ten blie­ben. Das Mu­se­um nimmt den 125. Jah­res­tag der Grün­dung zum An­lass, um an die­ses her­aus­ra­gen­de Da­tum in der Ros­to­cker Mu­se­ums­ge­schich­te mit ei­ner Aus­stel­lung zu er­in­nern. Aus­ge­hend von der Ge­schich­te des Ver­eins für Ros­tocks Al­ter­tü­mer und des vom ihm ein­ge­rich­te­ten Mu­se­ums wer­den die Samm­lung und das Mu­se­um an­hand der Ori­gi­nal­do­ku­men­te so­wie der er­hal­te­nen Be­stän­de des Kul­tur­his­to­ri­schen Mu­se­um Ros­tock be­leuch­tet. Im Mit­tel­punkt steht da­bei die Prä­sen­ta­ti­on in den Schau­räu­men des Mu­se­ums ab 1883/85 im Lin­den­hof und ab 1903 in der Fried­rich-Franz-Stra­ße 1.

Ga­le­rie am Al­ten Markt Ros­tock

22. Au­gust bis 4. Ok­to­ber 2008, Schnee­wei­ßchen und Ro­sen­rot

Ran­de Ge­schew­ski (Plaaz) - Neue Ar­bei­ten

Ran­do Ge­schew­skis Aus­stel­lung be­schreibt die Fä­hig­keit in Dy­na­mik und Be­we­gung zu blei­ben, sich kei­nen Still­stand zu leis­ten. So­mit wer­den ganz neue groß­for­ma­ti­ge Acryl­bil­der prä­sen­tiert, die sich mit ver­frem­de­ten Mär­chen­land­schaf­ten be­fas­sen. Ge­schew­ski will sei­ne Be­trach­ter über­ra­schen, ver­lo­cken, durchs Bild füh­ren und letzt­lich im­mer neu se­hen leh­ren.

Kunst­hal­le Ros­tock

19. Sep­tem­ber bis 2. No­vem­ber 2008, Alex­an­der Dett­mar

Fern­ab vom über­flu­ten­den Ge­trie­be un­se­rer Städ­te sind Dett­mars Bil­der - men­schen­leer. Sei­ne Stadt­an­sich­ten sind wie Sta­tio­nen, wie Spu­ren­su­che auf ei­ner ar­chäo­lo­gi­schen Stra­ße. Frisch aus­ge­gra­ben ver­läuft sie zwi­schen Un­durch­dring­lich­keit und Trans­pa­renz. So völ­lig ent­völ­kert brin­gen sei­ne Städ­te neue räum­li­che Struk­tu­ren her­vor, mit de­nen der Be­trach­ter um­zu­ge­hen erst ler­nen muss. Das, was wir heu­te als Er­fah­rung der An­ony­mi­tät, als Be­schleu­ni­gung der Ver­kehrs­for­men, als De­zen­trie­rung der Wahr­neh­mung, als Gleich­zei­tig­keit von Re­gio­n­al­er­fah­rung und Welt­läu­fig­keit, als Tren­nung von Ar­beit und Woh­nen, von Öf­fent­lich und Pri­vat, von In­nen und Au­ßen er­le­ben, ist nicht na­tur­ge­ge­ben. Nein, es gab ei­ne Zeit, da leb­te der Mensch in der Wär­me der häus­li­chen Ge­mein­schaft, leb­te mit dem Klei­nen und Über­schau­ba­ren. Hö­fe, Mau­ern, Stra­ßen, Plät­ze. Sel­te­nes, da­für aber um­so in­ten­si­ve­res Grün. Dett­mars Stadt­an­sich­ten sind Struk­tur­be­grif­fe, wel­che die ding­li­che Welt der Stadt in ih­ren ein­fachs­ten Grund­for­men be­zeich­nen. Un­ter sei­ner Hand wer­den die Häu­ser zum Gleich­nis und ge­win­nen da­mit ei­ne sym­bo­li­sche Di­men­si­on.

Kul­tur­his­to­ri­sches Mu­se­um Ros­tock

25. Sep­tem­ber 2008 bis Ja­nu­ar 2009, "Welch herr­li­ches Hell­dun­kel - Die Früh­ge­schich­te der Fo­to­gra­fie in Meck­len­burg"

Die Ge­schich­te der Fo­to­gra­fie war in Meck­len­burg, wie in an­de­ren Län­dern auch, bis­lang ein Stief­kind der For­schung und Samm­lung. Die Aus­stel­lung prä­sen­tiert erst­ma­lig ei­nen Über­blick über die Ar­beit der frü­hen Ros­to­cker Fo­to­gra­fen. In we­ni­gen Jah­ren schon wird die klas­si­sche Fo­to­gra­fie voll­stän­dig ver­ges­sen sein durch den Ein­zug der Di­gi­tal­fo­to­gra­fie. Ein Grund mehr ei­nen Blick in die­ses eben erst 160-jäh­ri­ges Ka­pi­tel der Tech­nik­ge­schich­te zu wer­fen. Die tech­ni­sche Aus­stat­tung der frü­hen Ate­lier- bzw. Wan­der­fo­to­gra­fen ist eben­so The­ma wie die Prä­sen­ta­ti­on ei­ner Viel­zahl his­to­ri­scher Por­träts des 19. und be­gin­nen­den 20. Jahr­hun­derts. So er­le­ben die Be­su­che­rin­nen und Be­su­cher ne­ben ei­nem Ein­blick in die wech­sel­vol­le Ge­schich­te der frü­hen Fo­to­tech­nik auch das so ent­stan­de­ne his­to­ri­sche Fo­to als Bild­quel­le und sehr sinn­li­che Über­lie­fe­rung mensch­li­cher Ge­schich­te. Ei­nen Hö­he­punkt der Aus­stel­lung stellt ein be­son­de­res Phä­no­men der Fo­to­ge­schich­te, die Ste­reo­fo­to­gra­fie, dar. Der Nach­bau ei­nes so ge­nann­ten Kai­ser-Pan­ora­mas er­laubt dem Be­su­cher die drei­di­men­sio­na­le Be­trach­tung his­to­ri­scher Di­as der Zeit um 1900, ein Samm­lungs­be­stand des Mu­se­ums, der bis­her noch nie der Öf­fent­lich­keit prä­sen­tiert wer­den konn­te. Die Ros­to­cker Son­der­aus­stel­lung ist Be­stand­teil ei­nes ge­mein­sa­men Aus­stel­lungs­pro­gramms zahl­rei­cher meck­len­bur­gi­scher Mu­se­en zum The­ma der Fo­to­gra­fie­ge­schich­te im Land. In Schwe­rin be­gon­nen, er­ar­bei­ten nach­ein­an­der ver­schie­de­ne meck­len­bur­gi­sche Mu­se­en die Fo­to­gra­fie­ge­schich­te ih­rer Stadt bzw. Re­gi­on, ein in Meck­len­burg na­he­zu un­be­ar­bei­te­tes For­schungs­ge­biet.

Ga­le­rie am Al­ten Markt Ros­tock

10. Ok­to­ber bis 22. No­vem­ber 2008, Por­traits - Pho­to­gra­phi­en und Tex­te

Dr. Ray­mond Jar­chow (Greifs­wald) - Fo­to­gra­fie

In die­ser Aus­stel­lung wer­den Por­traitar­bei­ten der letz­ten acht Jah­re ge­zeigt. Sie sind zu­meist auf Rei­sen ent­stan­den und glie­dern sich in vier Tei­le. Da­zu kom­men Tex­te von Clau­dia Loh­se-Jar­chow. 1. Por­trait mit Tex­ten: Hier kom­men die por­trai­tier­ten Per­so­nen aus dem pri­va­ten Um­feld und wer­den mit Tex­ten von Clau­dia Loh­se-Jar­chow be­glei­tet. 2. Un­ter­wegs: Die Fo­tos sind auf Rei­sen ent­stan­den und mit Tex­ten aus Emails so­wie Ta­ge­buch­auf­zeich­nun­gen von Clau­dia Loh­se-Jar­chow ver­se­hen. 3. Im Qua­drat: Die­se Fo­tos ent­stan­den 2005 wäh­rend ei­nes Auf­ent­hal­tes in Ljublja­na und sind mit ei­ner be­son­ders al­ten Ka­me­ra auf­ge­nom­men wor­den. 4. Tors­ten: Tors­ten Mor­che ist Pas­tor der Ge­mein­de We­sen­berg/Meck­len­burg. Seit sei­ner Or­di­na­ti­on im Mai 2006 be­glei­tet Ray­mond Jar­chow ihn in ei­ner Por­trait-Re­por­ta­ge.

Kunst­hal­le Ros­tock

11. Ok­to­ber bis 23. No­vem­ber 2008, Ros­to­cker Kunst­preis 2008

Zur För­de­rung der Bil­den­den Kunst im Land Meck­len­burg-Vor­pom­mern wird jähr­lich durch den Ver­ein der Freun­de und För­de­rer der Kul­tur­stif­tung e.V. und die Han­se­stadt Ros­tock der Ros­to­cker Kunst­preis aus­ge­lobt. Dank der gro­ß­zü­gi­gen Un­ter­stüt­zung durch die Pro­vin­zi­al-Ver­si­che­rung kann die­ser Kunst­preis mit 10.000 Eu­ro ge­för­dert wer­den und wur­de erst­ma­lig im Jahr 2006 ver­lie­hen. Um den aus­ge­schrie­be­nen Kunst­preis, im Jahr 2008 im Be­reich Gra­fik, kön­nen sich Künst­le­rin­nen und Künst­ler aus Meck­len­burg-Vor­pom­mern be­wer­ben. Aus al­len Ein­sen­dun­gen wird dann durch ei­ne Ju­ry ein klei­ne­rer Kreis der Preis­be­wer­ber aus­ge­wählt und für die End­aus­wahl no­mi­niert.

Kul­tur­his­to­ri­sches Mu­se­um Ros­tock

12. bis 25. Ok­to­ber 2008, Ma­the­ma­tik zum An­fas­sen - In Zu­sam­men­ar­beit mit der Uni­ver­si­tät Ros­tock

Die Aus­stel­lung öff­net ei­ne Tür zur Ma­the­ma­tik. Ma­the­ma­tik ist nicht nur ei­ne der äl­tes­ten Wis­sen­schaf­ten über­haupt, son­dern für die heu­ti­ge Tech­nik un­ver­zicht­bar. "Ma­the­ma­tik zum An­fas­sen" wählt nicht den Weg über die ma­the­ma­ti­sche Spra­che, auch nicht den Weg über die Com­pu­ter­si­mu­la­ti­on son­dern stellt den Be­su­chern in­ter­ak­ti­ve Ex­po­na­te zur Ver­fü­gung.

Kul­tur­his­to­ri­sches Mu­se­um Ros­tock

6. No­vem­ber 2008 bis Ja­nu­ar 2009, Aus­stel­lung Feld­post­kar­ten

Im Be­stand der ca. 8.000 Stück um­fas­sen­den Post­kar­ten­samm­lung des Kul­tur­his­to­ri­schen Mu­se­ums Ros­tock be­fin­den sich auch ei­ni­ge Feld­post­kar­ten aus dem 1. Welt­krieg. Sie sind ge­gen­wär­tig For­schungs­ge­gen­stand ei­nes Prak­ti­kums im Kul­tur­his­to­ri­schen Mu­se­um. Aus An­lass des 90-jäh­ri­gen Ju­bi­lä­ums des Kriegs­en­des 1918 sol­len die Kar­ten in ei­ner klei­nen Ex­po­si­ti­on der Öf­fent­lich­keit vor­ge­stellt wer­den. Da die zen­sier­ten Tex­te der Schrei­ber den Kriegs­all­tag mit Käl­te, Hun­ger und Not je­doch nicht wirk­lich­keits­ge­treu wi­der­spie­geln, wer­den Zei­tungs­no­ti­zen, Li­te­ra­turzi­ta­te so­wie wei­te­re Zeit­zeug­nis­se aus den Samm­lun­gen des Kul­tur­his­to­ri­schen Mu­se­ums die Aus­stel­lung er­gän­zen.

Ga­le­rie am Al­ten Markt Ros­tock

28. No­vem­ber 2008 bis 10. Ja­nu­ar 2009, Wel­len

Pe­ter-Paul Rein­muth (Ros­tock) - Fo­to­gra­fie

Der Fo­to­graf zeigt in sei­ner Aus­stel­lung Wel­len­land­schaf­ten aus un­se­rer Um­ge­bung und welt­weit. Die Ar­bei­ten sind al­le in den letz­ten drei Jah­ren ent­stan­den und sind Vin­ta­ge-Ab­zü­ge (Ori­gi­na­le, die nicht mehr als fünf­mal exis­tie­ren dür­fen). In­halt­lich geht es dem Künst­ler dar­um, Wel­len fühl­bar wer­den zu las­sen und zu zei­gen, dass ei­ne voll­stän­di­ge Rei­ni­gung und Er­neue­rung nur durch Be­we­gung ent­ste­hen kann. "Die­ses wird künf­tig das Sym­bol für neu­es öko­lo­gi­sches Den­ken sein", so der Künst­ler.

Kunst­hal­le Ros­tock

13. De­zem­ber 2008 bis 15. Fe­bru­ar 2009, Hen­ri de Tou­lou­se-Lautrec und die Stars vom Mont­mart­re - In Zu­sam­men­ar­beit mit dem Ernst Bar­lach-Mu­se­um We­del

Das ge­sam­te gra­phi­sche Werk von Hen­ri de Tou­lou­se-Lautrec ent­stand am En­de ei­nes eben­so kur­zen wie in­ten­si­ven Le­bens. In­ner­halb von nur ei­nem Jahr­zehnt schuf der aus dem fran­zö­si­schen Hoch­adel stam­men­de Künst­ler, fas­zi­niert von den Mög­lich­kei­ten ei­ner da­mals neu­en Tech­nik, über 300 meist far­bi­ge Stein­dru­cke. Wie schon im ja­pa­ni­schen Holz­schnitt ver­wen­de­te auch Tou­lou­se-Lautrec ei­ne un­glaub­li­che Raf­fi­nes­se, um Bild­the­ma und Kom­po­si­ti­on durch küh­ne Ver­kür­zun­gen und Über­schnei­dun­gen eng an die Bild­flä­che zu bin­den. Stei­le Dia­go­na­len las­sen das Na­he und das Fer­ne un­mit­tel­bar auf­ein­an­der sto­ßen und he­ben un­se­re Er­fah­rung des ge­wohn­ten per­spek­ti­vi­schen Rau­mes voll­stän­dig auf. Die Aus­stel­lung bie­tet dem Be­trach­ter die Ge­le­gen­heit, ei­ner Viel­falt die­ser künst­le­ri­schen Aus­drucks­for­men nach­zu­spü­ren, die­se mit­ein­an­der zu ver­glei­chen um fest­zu­stel­len, dass das gra­phi­sche Werk ei­ner Kä­the Koll­witz, ei­nes Hein­rich Zil­le oder ei­nes Ernst Bar­lach oh­ne den zeit­ge­nös­si­schen Ein­fluss aus Pa­ris nie­mals die­sen Weg ge­nom­men hät­te. Die in der Ros­to­cker Kunst­hal­le ge­zeig­ten Ex­po­na­te kom­men über­wie­gend aus ei­ner gro­ßen Ham­bur­ger Pri­vat­samm­lung