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Na­vi­ga­ti­on

Ei­nen küh­len Kopf be­wah­ren - Rich­ti­ges Ver­hal­ten bei Hit­ze

Pres­se­mit­tei­lung vom 29.06.2021 - Um­welt und Ge­sell­schaft

Ei­ne Schwal­be macht noch kei­nen Som­mer und ein hei­ßer Tag noch kei­ne Hit­ze­wel­le. Nach dem recht durch­wach­se­nem Start in die­sem Jahr mit Schnee und Frost im Win­ter und ei­nem küh­len und re­gen­star­ken Früh­jahr ha­ben wir im Ju­ni die ers­te Hit­ze­wel­le er­lebt. An ei­nem Hit­ze­tag muss die Ta­ges­höchst­tem­pe­ra­tur min­des­tens 30 Grad Cel­si­us er­rei­chen. Ein Som­mer­tag ist schon mit 25 Grad Cel­si­us de­fi­niert. Tro­pi­sche Näch­te ha­ben ei­ne Min­dest­tem­pe­ra­tur von 20 Grad Cel­si­us. Ei­ne Ober­gren­ze für hei­ße Ta­ge gibt es nicht.
Die Kli­ma­pro­gno­sen für Ros­tock be­stä­ti­gen für die Zu­kunft ei­ne wei­te­re Zu­nah­me der Hit­ze­ta­ge und tro­pi­schen Näch­te.

Nicht je­dem macht ex­tre­me Hit­ze glei­cher­ma­ßen zu schaf­fen. Kin­der, äl­te­re Per­so­nen und Men­schen mit ein­ge­schränk­ter An­pas­sungs­fä­hig­keit und die­je­ni­gen, die ei­ne Ar­beit mit über­wie­gen­der Au­ßen­tä­tig­keit durch­füh­ren, ge­hö­ren je­doch zu den sen­si­blen Be­völ­ke­rungs­grup­pen, bei de­nen Hit­zestress zu stei­gen­den Ge­sund­heits­pro­ble­men füh­ren kann. Auch das Stadt­grün lei­det un­ter Hit­ze und Tro­cken­heit. Be­son­ders in Städ­ten ist es in dicht be­bau­ten Be­rei­chen auf­grund der ge­rin­ge­ren Durch­lüf­tung häu­fig deut­lich wär­mer als am Stadt­rand oder im Um­land.

Wenn sich be­ruf­lich oder pri­vat Auf­ent­hal­te im Frei­en nicht ver­mei­den las­sen, soll­ten ei­ni­ge Ver­hal­tenstipps be­ach­tet wer­den, um die Hit­ze­be­las­tung so weit wie mög­lich zu re­du­zie­ren.

Grund­sätz­lich gilt:

Viel Trin­ken und leich­te Mahl­zei­ten zu sich neh­men!

Be­reits bei ge­mä­ßig­ten Tem­pe­ra­tu­ren soll­ten min­des­tens 1,5 Li­ter Flüs­sig­keit täg­lich zu sich ge­nom­men wer­den. Bei Hit­ze soll­ten es 3 bis 4 Li­ter am Tag sein. Emp­foh­le­ne Ge­trän­ke bei Hit­ze sind Lei­tungs­was­ser, Mi­ne­ral­was­ser, ge­kühl­ter Kräu­ter­tee oh­ne Zu­cker­zu­satz, Tee mit Min­ze und Zi­tro­ne. Wich­tig: nicht eis­kalt trin­ken!

Fet­tes Es­sen

liegt bei Hit­ze be­son­ders schwer im Ma­gen und be­las­tet den Kreis­lauf zu­sätz­lich. Es­sen Sie meh­re­re klei­ne Mahl­zei­ten mit mög­lichst ho­hem Was­ser­ge­halt. Sa­la­te, Ge­mü­se und Obst eig­nen sich gut für hei­ße Ta­ge.

Lüf­ten Sie nur früh­mor­gens und nachts!

Tags­über soll­ten Fens­ter, Ja­lou­si­en und Vor­hän­ge ge­schlos­sen blei­ben.

Küh­len Sie ih­ren Kör­per mit ein­fa­chen Me­tho­den

wie ei­nem küh­len­den Fuß­bad. Auch küh­len­de Kör­per­lo­tio­nen oder ein Ther­mal­was­ser­spray kön­nen Ih­nen Lin­de­rung ver­schaf­fen.

Tipps für drau­ßen:

Ver­mei­den Sie kör­per­li­che Ak­ti­vi­tät

wäh­rend der hei­ßes­ten Ta­ges­zeit (ca. 11 bis 18 Uhr) und bei ho­hen Ozon­be­las­tun­gen.

Son­nen­schutz nicht ver­ges­sen!

Nicht nur die Hit­ze, auch die UV-Strah­lung birgt Ge­fah­ren. Wer die Mit­tags­son­ne nicht ver­mei­den kann, soll­te leich­te, hel­le Klei­dung und ei­nen Son­nen­hut tra­gen. Die Ver­wen­dung von Son­nen­creme soll­te selbst­ver­ständ­lich sein.

Su­chen Sie küh­le Or­te auf!

Ein küh­ler Ort kann ne­ben dem Stadt­park oder dem ver­schat­te­ten Spiel­platz auch ein Kir­che sein. Oder ei­ne Bi­blio­thek oder ein Ein­kaufs­zen­trum. Auch hier kön­nen Sie noch ein­mal durch­at­men, be­vor es wie­der nach drau­ßen geht.

Bit­te den­ken Sie an das Stadt­grün!

Wenn die Pflan­zen in Ih­rem Wohn­um­feld die Köp­fe hän­gen las­sen, gie­ßen Sie sie. Sie kön­nen sich da­zu mit Ih­ren Nach­barn zu­sam­men­schlie­ßen und ein Gieß­netz­werk bil­den.

Wei­te­re In­for­ma­tio­nen und Tipps

zum Um­gang mit der Hit­ze hat das Um­welt­bun­des­amt mit dem „Hit­ze-Knig­ge“ zu­sam­men­ge­stellt. Die­ser steht auch auf der Sei­te des Am­tes für Um­welt- und Kli­ma­schutz zum Down­load be­reit

Hit­ze­knig­ge

Die täg­li­chen Ozon­wer­te wer­den vom Lan­des­amt für Um­welt, Na­tur­schutz und Geo­lo­gie er­fasst:

Ozon­wer­te