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Na­vi­ga­ti­on

Geo­da­ten in der mo­der­nen Stadt­ver­wal­tung Di­gi­ta­le Fl­ur­kar­te bis 2005 voll­stän­dig

Pres­se­mit­tei­lung vom 14.04.2004

Das Auf­ga­ben­feld ei­ner Stadt­ver­wal­tung ist na­tur­ge­mäß sehr viel­fäl­tig. Ge­neh­mi­gun­gen von Bau­vor­ha­ben, Ver­mie­tun­gen von Gar­ten­flä­chen, Ent­schei­dun­gen über den Stand­ort von Ver­kehrs­schil­dern oder die Ver­ga­be von Haus­num­mern ge­hö­ren zu den üb­li­chen Tä­tig­kei­ten der Be­rei­che und Äm­ter.

Be­kann­ter­ma­ßen wird die Mehr­zahl der Ver­wal­tungs­ent­schei­dun­gen am Schreib­tisch ge­trof­fen. In­des geht es in et­wa 80% al­ler Ver­wal­tungs­ge­schäf­te um Vor­gän­ge, die sich un­mit­tel­bar auf ei­ne Adres­se bzw. ei­nen ge­nau­en Ort im Stadt­ge­biet be­zie­hen und des­halb die Kennt­nis der ört­li­chen Ge­ge­ben­hei­ten vor­aus­set­zen.

Nicht nur in Zei­ten knap­per Kas­sen müs­sen die öf­fent­li­chen Ver­wal­tun­gen ih­re Auf­ga­ben kos­ten­spa­rend und ef­fi­zi­ent er­le­di­gen. Um im In­ter­es­se der Bür­ge­rin­nen und Bür­ger schnell, kos­ten­güns­tig und zu­ver­läs­sig zu agie­ren, ist es un­er­läss­lich mög­lichst al­le orts­be­zo­ge­nen In­for­ma­tio­nen, wie La­ge, Grö­ße, Be­schaf­fen­heit, Funk­ti­on und Nut­zung von Grund­stü­cken, Ver­kehrs­flä­chen oder sons­ti­gen be­trof­fe­nen Ob­jek­ten, an die Ar­beits­plät­ze der Mit­ar­bei­te­rin­nen und Mit­ar­bei­ter der Stadt­ver­wal­tung zu brin­gen. So kön­nen un­ter an­de­rem die Grund­stücks­ge­schäf­te der Han­se­stadt Ros­tock auch oh­ne auf­wän­di­ge Orts­be­sich­ti­gun­gen schnell und prä­zi­se be­ar­bei­tet wer­den.

Orts­be­zo­ge­ne In­for­ma­tio­nen wer­den heu­te üb­li­cher­wei­se Geo­da­ten ge­nannt. Ei­ne ein­fa­che und nut­zer­ge­rech­te Ver­brei­tung und Ver­ar­bei­tung der Geo­da­ten ist mit Hil­fe com­pu­ter­ge­stütz­ter Da­ten­ver­ar­bei­tung mög­lich. Durch das Ka­tas­ter-, Ver­mes­sungs- und Lie­gen­schafts­amt der Han­se­stadt Ros­tock wer­den be­reits seit ge­rau­mer Zeit um­fas­send di­gi­ta­le Geo­da­ten be­reit­ge­stellt. Es sind in ers­ter Li­nie die di­gi­ta­le Fl­ur­kar­te (Au­to­ma­ti­sier­te Lie­gen­schafts­kar­te "ALK") und di­gi­ta­le Luft­bil­der die die Ge­schäfts­pro­zes­se be­son­ders po­si­tiv be­ein­flus­sen. Da­ne­ben stel­len der amt­li­che Stadt­plan und die Be­bau­ungs­plä­ne wich­ti­ge Ent­schei­dungs­grund­la­gen dar.

Bis En­de 2005 wird die di­gi­ta­le Fl­ur­kar­te voll­stän­dig in der Han­se­stadt Ros­tock vor­lie­gen. Zur Zeit be­trägt die Flä­chen­de­ckung be­reits mehr als 65 %. Je­de Grund­stücks­gren­ze und je­des Ge­bäu­de kann nun auf we­ni­ge Zen­ti­me­ter ge­nau am PC lo­ka­li­siert wer­den. Nut­zungs­kon­flik­te be­nach­bar­ter Grund­stü­cke kön­nen be­reits mit dem Blick auf die Fl­ur­kar­te weit­ge­hend aus­ge­räumt wer­den. An je­dem Ar­beits­platz in der Stadt­ver­wal­tung ist es den Mit­ar­bei­tern mög­lich, mit ih­rem PC über ein brow­ser­ge­stütz­tes Aus­kunfts­sys­tem auf die di­gi­ta­len Kar­ten di­rekt zu­zu­grei­fen. Mit­tels Ein­ga­be ei­nes Stra­ßen­na­mens und ei­ner Haus­num­mer oder durch Ein­trag ei­ner Flur­stücks­num­mer wer­den die be­nö­tig­ten Be­rei­che z.B. der Fl­ur­kar­te oder des Luft­bil­des orts­be­zo­gen an­ge­zeigt wer­den.

Ge­gen­wär­tig ar­bei­tet das Ka­tas­ter-, Ver­mes­sungs- und Lie­gen­schafts­amt dar­an, auch die Un­ter­neh­men der Ver- und Ent­sor­gung und des öf­fent­li­chen Nah­ver­kehrs für ei­ne ge­mein­sa­me Geo­da­ten­nut­zung zu in­ter­es­sie­ren. Wie Bei­spie­le in ei­ni­gen Kom­mu­nen der al­ten Bun­des­län­der zei­gen, kann der Aus­tausch von di­gi­ta­len Da­ten der öf­fent­li­chen In­fra­struk­tur, wie zum Bei­spiel Was­ser- oder Gas­lei­tun­gen, und der Geo­da­ten der Stadt­ver­wal­tung auch au­ßer­halb der Stadt­ver­wal­tung zu er­heb­li­che Ef­fek­ti­vi­täts­ge­win­nen füh­ren.