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Na­vi­ga­ti­on

Haus des Gas­tes wird er­öff­net

Pres­se­mit­tei­lung vom 15.03.1999




Ab Mit­te März wird die War­ne­mün­der Tou­rist-In­for­ma­ti­on un­ter neu­er Adres­se zu fin­den sein. In der Vog­tei, dem äl­tes­ten Haus War­ne­mün­des, wer­den Quar­tier- und Rat­su­chen­de Hil­fe er­hal­ten. Nur we­ni­ge Me­ter von Bahn­hof, Pas­sa­gier­kai und Park­platz Stadt­mit­te ent­fernt, in bes­ter La­ge des See­ba­des am Strom und vis-á-vis der Bahn­hofs­brü­cke, ist das Ge­bäu­de wie­der Blick­fang der Be­su­cher bei ih­rer An­kunft in War­ne­mün­de.

Die Räum­lich­kei­ten für die zwei bis drei Mit­ar­bei­te­rin­nen sind ge­schichts­träch­tig und mo­dern zu­gleich. Zie­gel des Ge­wöl­be­kel­lers stam­men eben­so wie die auch von au­ßen sicht­ba­ren Gra­nit­stei­ne aus dem 13. Jahr­hun­dert. Rechts ne­ben dem Ein­gang Am Strom, über der frü­he­ren Tür, ist das äl­tes­te Ros­to­cker Stadt­wap­pen zu fin­den. Das fürst­li­che War­ne­mün­de wur­de 1323 von Ros­tock ge­kauft und vor­t­an von ei­nem Vogt ver­wal­tet. Der dä­ni­sche Kö­nig Erich VI. Med­ved soll hier Ur­kun­den ge­sie­gelt ha­ben, Prinz Wil­helm von Preu­ßen ließ sich 1838 wäh­rend sei­ner Rei­se durch Meck­len­burg in der Vog­tei be­wir­ten. Die um­fang­rei­chen und zu­gleich be­hut­sa­men Sa­nie­rungs- und Um­bau­ar­bei­ten sind nicht nur ein gu­tes Bei­spiel für ge­lun­ge­ne Denk­mal­pfle­ge an ge­nutz­ten Prof­an­bau­ten, sie ha­ben auch Tei­le der War­ne­mün­der Ge­schich­te kor­ri­giert und er­gänzt.

Nach auf­wen­di­gem Um­bau mit ei­nem In­ves­ti­ti­ons­vo­lu­men von et­wa 4 Mil­lio­nen DM fin­den in dem Haus des Gas­tes nun die Be­rei­che Kur­we­sen/See­bad, Be­triebs­wirt­schaft/EDV und die Lei­tung des Tou­ris­mus- und Kur­be­trie­bes ih­re neue Heim­statt. Der Hoch­zeits­saal im Ober­ge­schoß und ein Aus­stel­lungs­raum un­ter dem Dach loh­nen den Be­such. Über 600 Jah­re al­te Farb­schich­ten wur­den ent­deckt, Wand- und Holz­ma­le­rei­en aus der Zeit des Ba­rock und der Re­nais­sance. Dach- und Stütz­bal­ken sind zwar noch vor­han­den, Ge­schos­se und Dach­kon­struk­ti­on wer­den aber nun von zwei im Ge­bäu­de nicht sicht­ba­ren Stahl­trä­gern ge­hal­ten. Sämt­li­che Räu­me sind mit dem Roll­stuhl über die Ram­pe in der Kir­chen­stra­ße und mit­tels Fahr­stuhl zu er­rei­chen. Von April bis Ok­to­ber wer­den nun im Rah­men der Stadt­füh­rung "Mit Ma­ri­ken War­ne­münn an­kie­ken", die don­ners­tags um 11 Uhr an der Bahn­hofs­brü­cke be­ginnt, auch die Se­hens­wür­dig­kei­ten im In­nern der Vog­tei be­sich­tigt.