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Na­vi­ga­ti­on

Me­dia­ti­on - Kon­flik­te re­geln durch Ver­han­deln

Pres­se­mit­tei­lung vom 31.07.2003

Die Re­ge­lung von Streit­fäl­len auf dem Ver­hand­lungs­weg ist seit dem Jahr 2000 durch das "Ge­setz zur För­de­rung der au­ßer­ge­richt­li­chen Streit­bei­le­gung" ei­ne of­fi­zi­el­le Al­ter­na­ti­ve zum oft lan­gen und teu­ren Weg vor Ge­richt, sei es bei Är­ger in der Nach­bar­schaft oder zi­vil­recht­li­chen Aus­ein­an­der­set­zun­gen mit ge­rin­gem Streit­wert. Das ge­nutz­te Ver­fah­ren hei­ßt Me­dia­ti­on; die Kon­flikt­par­tei­en su­chen ei­gen­ver­ant­wort­lich nach We­gen, an­ge­lei­tet durch ei­nen neu­tra­len Ver­mitt­ler, den Me­dia­tor oder Schlich­ter.

Im kom­men­den Se­mes­ter bie­tet die Volks­hoch­schu­le der Han­se­stadt Ros­tock zum wie­der­hol­ten Mal ei­nen ent­spre­chen­den Wo­chen­kurs an. Die be­währ­te Form ist u.a. ge­eig­net für Teil­neh­me­rin­nen und Teil­neh­mer, die sich im Ar­beits­um­feld (et­wa als Be­triebs- oder Per­so­nal­rä­te), in Nach­bar­schafts­pro­jek­ten oder als Schieds­leu­te mit Kon­flikt­lö­sun­gen be­fas­sen. Im Mit­tel­punkt ste­hen Me­tho­dik und Po­ten­zi­al der Me­dia­ti­on, ein Be­wusst­sein für den ei­gen­ver­ant­wort­li­chen Um­gang mit Kon­flik­ten soll ge­weckt wer­den. Die­ses er­for­dert Krea­ti­vi­tät und Wis­sen um Me­cha­nis­men, um de­es­ka­lie­ren zu kön­nen, denn bei der Me­dia­ti­on geht es nicht um das Fest­stel­len von "Schuld" oder "Wahr­heit", son­dern um Ide­en und Lö­sun­gen für die Zu­kunft.

In­hal­te des Kur­ses sind Ab­lauf und Ein­satz­be­rei­che von Me­dia­tio­nen, der Um­gang mit Stress und die Kom­mu­ni­ka­ti­on in Kon­flikt­si­tua­tio­nen. Ver­mit­telt wird die "Pen­del­di­plo­ma­tie" bei Ver­hand­lun­gen auf der Grund­la­ge des "Har­vard-Mo­dells", das Su­chen des "Kleins­ten ge­mein­sa­men Nen­ners" als Ver­hand­lungs­ba­sis, das Mo­ti­vie­ren der Kon­flikt­par­tei­en und das Her­bei­füh­ren von Ei­ni­gun­gen. Da­bei wer­den kri­ti­sche Sprach­mus­ter und "Fal­len" auf­ge­zeigt. Nütz­li­cher Ne­ben­ef­fekt: Die Teil­neh­me­rin­nen und Teil­neh­mer be­kom­men ein Ge­fühl für Ma­ni­pu­la­tio­nen, wie et­wa un­se­riö­se Ver­kaufs­prak­ti­ken, die im All­tag im­mer wie­der vor­kom­men und Ver­hand­lungs­ge­schick ist im­mer nütz­lich - auch bei Be­wer­bun­gen. In die­sem Fall kann sich die Kurs­teil­nah­me sehr schnell als "Wett­be­werbs­vor­teil" her­aus­stel­len.

Kurs­lei­ter Ma­rio H. Kraus ist Me­dia­tor und Kon­flikt­trai­ner, be­nannt zum Schlich­ter bei den In­dus­trie- und Han­dels­kam­mern zu Ber­lin und Ros­tock so­wie Fach­au­tor für die Zeit­schrift "Mul­ti­Mind". In­for­ma­tio­nen über die nächs­ten Kur­se kön­nen ab so­fort im Fach­be­reich 6 der Volks­hoch­schu­le, Ko­pen­ha­ge­ner Stra­ße 5, 18107 Ros­tock, Tel. 0381 778570, an­ge­for­dert wer­den. Da die Teil­neh­mer­zahl be­schränkt ist, wird ei­ne recht­zei­ti­ge An­mel­dung emp­foh­len.