Home
Na­vi­ga­ti­on

Um­ge­stal­tungs­maß­nah­men auf der Hunds­burg in Ros­tock-Schmarl

Pres­se­mit­tei­lung vom 24.02.2005

Die Hunds­burg ist ei­ne hü­gel­ar­ti­ge Er­he­bung am West­ufer der War­now. Zum gleich­na­mi­gen Schutz­ge­biet ge­hö­ren noch die an­gren­zen­den Schilf­flä­chen so­wie die Kopf­baum­rei­he am West­rand des Schilf­röh­richts. Bis in die 50-er Jah­re wur­de der Hü­gel als Acker­flä­che ge­nutzt. Nach Auf­ga­be der Nut­zung stell­te sich Gras­ve­ge­ta­ti­on ein. In den 70-er Jah­ren leg­te man auf der west­li­chen Hälf­te des Hü­gels ei­ne Forst­kul­tur an. Es wuchs dort ein Be­stand Ja­pa­ni­scher Lär­chen auf. Aus heu­ti­ger Sicht ist es ei­ne öko­lo­gisch min­der­wer­ti­ge Mo­no­kul­tur ei­ner nicht­hei­mi­schen Baum­art. Dies war si­cher dem Zeit­geist ge­schul­det. Man war be­strebt, al­le nutz­ba­ren Rest- und Split­ter­flä­chen für die Er­wirt­schaf­tung von volks­wirt­schaft­lich not­wen­di­gen Roh­stof­fen zu er­schlie­ßen. Lär­che lie­fert ein gu­tes Bau­holz und der Be­stand ist si­cher auch un­ter die­sem Ge­sichts­punkt an­ge­legt wor­den.

Ei­ne Durch­fors­tung und Ent­wick­lung zu ei­nem wald­ar­ti­gen Be­stand ist aber aus­ge­blie­ben. Da­durch steht die Mehr­zahl der Lär­chen zu dicht, um zu kräf­ti­gen Bäu­men her­an­zu­wach­sen. Lei­der ge­dei­hen in die­ser Mo­no­kul­tur au­ßer­dem nur we­nig an­de­re Ar­ten. Aus die­sem Grund wird im Rah­men von Pfle­ge- und Ent­wick­lungs­maß­nah­men be­gon­nen, die­sen Be­stand in ein lo­cke­re­res Ge­hölz aus ein­hei­mi­schen Ar­ten zu ent­wi­ckeln. Der ers­te Schritt ist die Fäl­lung der Lär­chen auf ei­ner Teil­flä­che. Die­se wer­den ei­ner Nut­zung zu­ge­führt. Die Flä­che wird mit stand­ort­ge­rech­ten Stie­lei­chen und Schwarz­erlen be­pflanzt.

In wie­der drei­ßig Jah­ren wer­den si­cher im­mer noch Spa­zier­gän­ger den Weg zur Hunds­burg wäh­len und dort vom Hü­gel un­ter den Bäu­men auf die War­now schau­en. Das Land­schafts­bild wird dann ge­prägt sein von den aus­la­den­den Kro­nen der Ei­chen und Schwarz­erlen. Da­zwi­schen wer­den auch Wei­ß­dorn, Wild­ro­sen und Ho­lun­der ei­ner Viel­zahl von Tie­ren Nah­rung und Un­ter­schlupf bie­ten. Al­les wird ein­ge­bet­tet sein in ei­ner Wie­sen­land­schaft auf dem Hü­gel.

Es bleibt zu hof­fen, dass auch der ver­blie­be­ne Be­stand Ja­pa­ni­scher Lär­chen recht bald im Rah­men von In­ves­ti­ti­ons­maß­nah­men um­ge­stal­tet wird. Zum Schutz­ge­biet ist im Jah­re 2001 das Falt­blatt Ge­schütz­ter Land­schafts­be­stand­teil Hunds­burg mit in­ter­es­san­ten De­tails zum Ge­biet und sei­ner Tier- und Pflan­zen­welt er­schie­nen. Das Amt für Stadt­grün, Na­tur­schutz und Land­schafts­pfle­ge ist An­sprech­part­ner für Be­lan­ge des Na­tur­schut­zes so­wohl die­ses Ge­bie­tes als auch an­de­rer Schutz­ge­bie­te in der Han­se­stadt Ros­tock.