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Na­vi­ga­ti­on

Ver­trie­be­nen­zu­wen­dung bis No­vem­ber 2000

Pres­se­mit­tei­lung vom 19.05.1999



Bis No­vem­ber 2000 will das Ros­to­cker So­zi­al­amt al­le An­trä­ge auf Ver­trie­be­nen­zu­wen­dung be­ar­bei­tet ha­ben. Mög­lich wird die re­la­tiv zü­gi­ge Prü­fung der noch vor­lie­gen­den 11 830 An­trä­ge auch durch die be­fris­te­te Amts­hil­fe von 20 städ­ti­schen Mit­ar­bei­tern aus den Orts­äm­tern und dem Ju­gend­amt, die die sie­ben Be­ar­bei­ter seit Mit­te März un­ter­stüt­zen, teilt der Se­na­tor für Ju­gend, Ge­sund­heit und So­zia­les, Dr. Lutz Dan­ke, mit. Al­le Be­trof­fe­nen er­hal­ten, so­weit sie an­spruchs­be­rech­tigt sind, eher, als ur­sprüng­lich vor­ge­se­hen, die ein­ma­li­ge Zah­lung von 4000 DM. Bis zur Ab­ga­be­frist im Sep­tem­ber 1995 wa­ren im Ros­to­cker So­zi­al­amt ins­ge­samt 27 712 An­trä­ge ein­ge­gan­gen. Vor Ost­vor­pom­mern und Nord­west­meck­len­burg hat­te die Han­se­stadt Ros­tock im Ver­gleich der ab­so­lu­ten Zah­len da­mit den Lö­wen­an­teil zu be­ar­bei­ten. An­spruchs­be­rech­tigt sind al­le Ver­trie­be­nen, die jen­seits der Oder-Nei­ße-Gren­ze ge­bo­ren wur­den. Die in Ros­tock ver­tre­te­nen Jahr­gän­ge von 1898 bis 1964 stam­men grö­ß­ten­teils aus Ost­preu­ßen, West­preu­ßen und Pom­mern, schätzt der Se­na­tor ein. Be­ar­bei­tet wer­den in un­se­rer Stadt ge­gen­wär­tig die Jahr­gän­ge 1935 und 1936. Ne­ben dem An­trag auf die Ver­trie­be­nen­zu­wen­dung mu­ß­ten die An­trag­stel­ler lü­cken­los den Wohn­sitz auf dem Ter­ri­to­ri­um der DDR nach­wei­sen kön­nen so­wie ih­ren Wohn­sitz bis zum Zeit­punkt der Ver­trei­bung. In vie­len Fäl­len ha­ben auch
Mit­ar­bei­ter des So­zi­al­am­tes in Hei­mat­orts­kar­tei­en und Ein­woh­ner­äm­tern nach­ge­forscht, da 80 Pro­zent der An­trä­ge un­voll­stän­dig wa­ren. Das So­zi­al­amt bit­tet in die­sem Zu­sam­men­hang auch um ei­ne kur­ze In­for­ma­ti­on bei Um­zug oder Wohn­ort­wech­sel, um den Ver­wal­tungs­auf­wand in Gren­zen zu hal­ten. Rund 500 An­trä­ge wur­den bis­her ab­ge­lehnt, da die Be­trof­fe­nen Bo­den­re­form­land in An­spruch ge­nom­men hat­ten oder zeit­wei­se au­ßer­halb der DDR wohn­ten.