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Na­vi­ga­ti­on

Vor­trag in der Kunst­hal­le be­legt en­ge Freund­schaft

Pres­se­mit­tei­lung vom 19.08.1999

19. Au­gust 1999

Vor­trag in der Kunst­hal­le be­legt en­ge Freund­schaft

Der "Der Ma­gi­er und der Ju­rist" hei­ßt der letz­te Vor­trag in der Aus­stel­lung "Munch und War­ne­mün­de", zu dem die Kunst­hal­le Ros­tock kom­men­den Mitt­woch (25. Au­gust) um 19 Uhr ein­lädt. Die Göt­tin­ger Kunst­his­to­ri­ke­rin Dr. In­di­na Woest­hoff wird die lang­jäh­ri­ge Freund­schaft zwi­schen Munch und dem Ham­bur­ger Samm­ler Gus­tav Schief­ler dar­stel­len. Der nor­we­gi­sche Ma­ler und der Ham­bur­ger Ju­rist wa­ren seit 1902 durch ei­ne wach­sen­de Freund­schaft ver­bun­den. Munch als ei­ner der ra­di­kals­ten Künst­ler sei­ner Ge­ne­ra­ti­on und Prot­ago­nist des Ex­pres­sio­nis­mus hat­te in Schief­ler ei­nen ent­schie­de­nen und ein­flu­ß­rei­chen För­de­rer ge­fun­den. Sein En­ga­ge­ment hat­te das Ham­bur­ger Kul­tur­le­ben jahr­zehn­te­lang nach­hal­tig be­ein­flu­ßt. Ein um­fang­rei­cher Brief­wech­sel, Schief­lers Ta­ge­buch­no­ti­zen und Brie­fe so­wie je­ne Bild­nis­se, die Munch in War­ne­mün­de von Gus­tav Schief­ler mal­te, be­le­gen die­se für Munch au­ßer­or­dent­lich be­deut­sa­me Freund­schaft. Das groß­for­ma­ti­ge Por­trät Gus­tav Schief­lers aus dem Ate­ne­um in Hel­sin­ki gilt als ei­nes der Haupt­wer­ke der War­ne­mün­der Zeit und der Aus­stel­lung in der Kunst­hal­le. Dr. In­di­na Woest­hoff hat­te mit ih­rer 1994 ver­öf­fent­lich­ten Dis­ser­ta­ti­on den schrift­li­chen Nach­laß des Ham­bur­ger Ju­ris­ten, Kunst­samm­lers und Mä­zen Gus­tav Schief­ler er­schlos­sen und zu­gäng­lich ge­macht. Sie stu­dier­te in Göt­tin­gen Kunst­ge­schich­te, Ger­ma­nis­tik, Volks­kun­de und Pu­bli­zis­tik und lebt als freie Kunst­his­to­ri­ke­rin in der Nä­he von Göt­tin­gen.