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Na­vi­ga­ti­on

Zu­schlag zur Schul­sa­nie­rung noch nicht er­teilt

Pres­se­mit­tei­lung vom 28.07.1999

28. Ju­li 1999

Zu­schlag zur Schul­sa­nie­rung noch nicht er­teilt

Der Zu­schlag zur Sa­nie­rung von Ros­to­cker Schu­len nach ei­nem al­ter­na­ti­ven Fi­nan­zie­rungs­mo­dell ist noch nicht er­teilt. Die beim Schwe­ri­ner Wirt­schafts­mi­nis­te­ri­um an­ge­sie­del­te un­ab­hän­gi­ge Ver­ga­be­kam­mer hat­te das Ver­fah­ren zu­nächst ge­stoppt. In vier Wo­chen ist mit ei­nem Er­geb­nis zu rech­nen.

Zehn Bie­ter und Bie­ter­ge­mein­schaf­ten hat­ten zum Pro­jekt der al­ter­na­ti­ven Schul­sa­nie­rung 32 Haupt- und Ne­ben­an­ge­bo­te ab­ge­ge­ben, wo­bei ins­be­son­de­re Al­ter­na­ti­ven der Fi­nan­zie­rung ge­for­dert wa­ren. Der Ver­ga­be­vor­schlag wur­de un­ter Fe­der­füh­rung des Ros­to­cker Schul­ver­wal­tungs­am­tes ge­mein­sam mit dem Hoch­bau­amt, dem Amt für Con­trol­ling und Steu­ern und fi­nanz­tech­ni­schen Be­ra­tern der VBD Be­ra­tungs­ge­sell­schaft für Be­hör­den mbH er­abei­tet. Die­ser Ver­ga­be­vor­schlag lag vor der Be­ra­tung in der Bür­ger­schaft auch ih­ren Gre­mi­en vor (Ver­ga­be­kom­mis­si­on, Fi­nanz­aus­schuß, Bau- und Pla­nungs- so­wie Schul- und Sport­aus­schuß). Die Ros­to­cker Bür­ger­schaft hat­te schlie­ß­lich oh­ne Ge­gen­stim­me den Vor­schlag der Ver­wal­tung am 14. Ju­li an­ge­nom­men.

Zu den Ver­ga­be­kri­te­ri­en: Ins­ge­samt er­gab die Aus­wer­tung der zehn ein­ge­gan­ge­nen An­ge­bo­te, daß sich die Kos­ten der Sa­nie­rungs­leis­tun­gen nur ge­ring­fü­gig un­ter­schei­den, die Fi­nan­zie­rungs­mo­del­le je­doch gra­vie­ren­de Un­ter­schie­de auf­wei­sen. So dif­fe­rie­ren die Bau­prei­se der ers­ten sie­ben An­ge­bo­te um we­ni­ger als zehn Pro­zent. Die Sum­me für Zin­sen und Til­gung, die die Stadt­ver­wal­tung zur Re­fi­nan­zie­rung der Schul­sa­nie­rung in­ner­halb von 20 Jah­ren auf­brin­gen muß, schwankt zwi­schen 42.649.004,18 DM und 58.357.370,40 DM. Die Schwe­ri­ner Kom­mu­nal­auf­sicht hat­te den Ver­gleich die­ser no­mi­nel­len Ge­samt­be­las­tung als Ver­ga­be­kri­te­ri­um vor­ge­ge­ben.

Die vier bes­ten Bie­ter wol­len im we­sent­li­chen die Bau­haupt­ge­wer­ke mit Ar­beits­kräf­ten aus Be­trie­ben oder Nie­der­las­sun­gen der Re­gi­on ab­de­cken und Sub­un­ter­neh­mer der Re­gi­on für Spe­zi­al­leis­tun­gen bin­den. Bei Ge­sprä­chen mit den Bie­tern im Vor­feld war ver­ein­bart wor­den, daß die Stadt­ver­wal­tung bei der Aus­wahl der Sub­un­ter­neh­mer ein Mit­spra­che­recht hat.

Mit­te März war die Sa­nie­rung und Fi­nan­zie­rung von 13 Schul­ge­bäu­den an acht Stand­or­ten EU-weit aus­ge­schrie­ben wor­den. Die­se al­ter­na­ti­ve Pro­jekt­fi­nan­zie­rung durch pri­va­te In­ves­to­ren soll hel­fen, in re­la­tiv kur­zer Frist den er­heb­li­chen In­ves­ti­ti­ons­be­darf an Ros­to­cker Schu­len ab­zu­ar­bei­ten. Gründ­lich über­holt und zeit­ge­mäß wär­me­iso­liert wer­den je­weils die Au­ßen­haut der aus­ge­wähl­ten Schul­ge­bäu­de so­wie Fens­ter, Dä­cher und Ein­gangs­be­rei­che neu ge­stal­tet. Gleich­zei­tig wer­den not­wen­di­ge Brand­schutz­maß­nah­men rea­li­siert und die vor­han­de­ne Re­ge­lungs­tech­nik er­setzt, um künf­tig Be­trieb­kos­ten ein­zu­spa­ren.

Die Ros­to­cker Bür­ger­schaft hat­te sich im No­vem­ber 1998 für die­sen neu­en Weg bei drin­gen­den Sa­nie­rungs­maß­nah­men in den Schu­len ent­schie­den. Da­für sind im städ­ti­schen Haus­halt in die­sem Jahr 750 000 DM re­ser­viert. Die fi­nan­zi­el­len Be­las­tun­gen der Re­fi­nan­zie­rung für die Stadt sol­len die Drei-Mil­lio­nen-Gren­ze in kei­nem Jahr über­schrei­ten. Ei­gen­tü­mer der Schu­len bleibt die Stadt. Zum Schul­jah­res­be­ginn 2000 kön­nen zu­min­dest ei­ni­ge der dann be­reits sa­nier­ten Schu­len zwi­schen Süd­stadt und Groß Klein wie­der von­den Schü­lern in Be­sitz ge­nom­men wer­den.