Klimaschutz geht alle an – und er gelingt am besten, wenn Verwaltung, Bildungseinrichtungen und Bürger gemeinsam handeln. Die Stadt unterstützt dabei mit verständlicher Klimaschutzberatung, fördert die Akzeptanz für notwendige Veränderungen und setzt auf eine öffentlichkeitswirksame, motivierende Ansprache, um Wissen zu vermitteln, Menschen zu begeistern und praktische Lösungen für eine klimafreundliche Zukunft zu entwickeln. In den kommenden Jahren sind im Bereich Klima und Energie tiefgreifende Veränderungen nötig, und begleitende Bildungsarbeit schafft die Brücke zwischen diesen Maßnahmen und der Bereitschaft der Gesellschaft, sie mitzutragen. Die Umweltbildung in der Rostocker Stadtverwaltung hat eine lange Tradition: Bereits in den 1990er- und frühen 2000er-Jahren gab es ein Umweltbildungszentrum mit Umweltbibliothek und Umweltbildungsmobil, das vor allem Angebote für Schulen und Kindergärten machte. 2003 wurden Umweltbibliothek und Umweltbildung an Umweltverbände der Stadt übergeben; die Bibliothek existiert bis heute unter der Schirmherrschaft des NABU in der Ökovilla in der Hermannstraße. Inzwischen verfolgt die Umweltbildung einen ganzheitlicheren Ansatz: Neben Kindern und Jugendlichen rücken zunehmend auch Erwachsene in den Fokus, mit speziellen Angeboten etwa für Senioren, Eltern oder Lehrkräfte. Seit der von der UN beschlossenen Agenda 2030 mit ihren 17 Nachhaltigkeitszielen ist Umweltbildung zudem in einen größeren Rahmen eingebettet und als Teil einer Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE) verankert, die Umwelt-, politische und soziale Bildung miteinander verbindet.
Der alljährlich im September stattfindende Klima-Aktionstag der Hanse- und Universitätsstadt Rostock ist eine Veranstaltung der Agenda-21 Arbeitsgruppe Klimaschutz und Mobilität, um die breite Öffentlichkeit für die Themen Klimawandel, Umweltschutz, Nachhaltigkeit und umweltfreundliche Mobilität zu sensibilisieren.
Durch die Vielfalt an kommunalen und regionalen Unternehmen, Organisationen, Vereinen und Verbänden wird den Besucher und Besucherinnen neben einer Vielzahl an bspw. aktuellem Wissen zu Klima- und Umweltthemen, Energieeinsparmöglichkeiten oder kommunalen Projekten eine Reihe an Aktivitäten geboten, die für ein nachhaltiges Erlebnis für Jung und Alt sorgen.
Seit einigen Jahren findet in Rostock jährlich der Energiesparwettbewerb an Schulen statt. Dabei werden Schulen, Lehrende und Schülerinnen und Schüler als Gemeinschaft dazu aufgerufen, in ihrem Lern- und Arbeitsumfeld auf Energieverschwendung zu achten und Einsparmöglichkeiten zu erkennen. Im Rahmen der tatsächlich eingesparten Energie (Wasser, Strom, Heizung) werden entsprechende Prämien ausgezahlt.
In welchen Bereichen es Einsparpotentiale gibt, wird in Projekten erarbeitet und im Schulalltag umgesetzt werden. Häufig werden dafür Energieteams gegründet oder spezielle Projekttage und -wochen durchgeführt. Regelmäßig entstehen daraus beeindruckende Projekte, die weit über das Thema Energiesparen hinausgingen. Auf diese Weise wurden viele andere Bereiche der Nachhaltigkeit beleuchtet und verknüpft. Die Schülerinnen und Schüler nehmen das gesammelte Wissen und die neu erlernten Verhaltensweisen mit in ihre Familien und tragen so zur weiteren Verbreitung des nachhaltigen Denkens bei.
Unter Bildung für nachhaltige Entwicklung, kurz BNE, versteht man die Vermittlung von Wissen und Kompetenzen, die es Menschen jeden Alters ermöglichen sollen, zukunftsfähig zu denken und zu handeln. In der Stadt Rostock gibt es eine ganze Reihe solcher Angebote. Ziel ist es, die Menschen zu befähigen, aktiv an einer umwelt- und sozialgerechten Zukunft mitzuwirken. Um das Thema auch strukturell in der Verwaltung zu verankern, wurde die AG „Zukunft lernen“ gegründet. BNE ist zudem in der Agenda 2030 und ihren 17 Nachhaltigkeitszielen verankert und leistet einen wichtigen Beitrag zur Förderung eines globalen Bewusstseins für nachhaltiges Handeln.
Weitere Informationen sind unter den folgenden Links zu finden:
Für junge Menschen im Alter von 16 bis 27 Jahren bietet das FÖJ, als Bildungs- und Orientierungsjahr, die Möglichkeit sich intensiv mit Umwelt- und Naturschutzthemen auseinandersetzen und praktische Erfahrungen in diesem Bereich sammeln zu können.
Im Amt für Umwelt- und Klimaschutz bietet sich die Gelegenheit das Arbeiten in der Stadtverwaltung kennen zu lernen und an verschiedenen aktuellen Projekten mitzuwirken. Die Aufgaben können sich über die Organisation von Umweltveranstaltungen, wie dem Klima-Aktionstag, der Unterstützung bei der Durchführung von Umweltbildungsprojekten, der Zuarbeit zu Entwicklungen von Umweltkonzepten und Strategien oder die Umsetzung von Maßnahmen zum Klimaschutz erstrecken.
Weitere Informationen zum FÖJ und zum Bewerbungsprozess bietet der Internationale Bund e.V. als Träger des FÖJ. Dort können Sie weitere Informationen zu Urlaubstagen, Taschengeld, etc. der aktuellen Stellenausschreibung entnehmen.
Fairtrade-Stadt Rostock – koordiniert vom Amt für Umwelt- und Klimaschutz
Rostock ist seit vielen Jahren als Fairtrade-Stadt Teil der internationalen Bewegung für fairen Handel. Die Koordination des Projekts liegt beim Amt für Umwelt- und Klimaschutz der Hanse- und Universitätsstadt Rostock. Im Fairtrade-Stadt-Projekt werden die Aktivitäten rund um fairen Handel, Nachhaltigkeit und globale Gerechtigkeit gebündelt – in enger Zusammenarbeit mit lokalen Initiativen, Schulen, Geschäften und engagierten Bürgerinnen und Bürgern.
Fairtrade-Stadt-Projekt - angesiedelt beim Eine-Welt Landesnetzwerk M-V e.V.: Link