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Na­vi­ga­ti­on

Mit­glied­schaft in der Frei­wil­li­gen Feu­er­wehr – Vor­aus­set­zun­gen und Auf­wand

Pres­se­mit­tei­lung vom 18.07.2022 - Um­welt und Ge­sell­schaft / Kul­tur, Frei­zeit, Sport

Um sich eh­ren­amt­lich in ei­ner Frei­wil­li­gen Feu­er­wehr (FF) zu en­ga­gie­ren, muss man kein Leis­tungs­sport­ler sein. Ei­ne ge­wis­se Fit­ness ist den­noch un­ab­ding­bar, um eh­ren­amt­lich in Not ge­ra­te­ne Men­schen und/oder Tie­re ret­ten zu kön­nen. Die Frei­wil­li­ge Feu­er­wehr ist sehr viel­fäl­tig auch in den Auf­ga­ben und Funk­tio­nen, die in­ner­halb der Wehr über­nom­men wer­den kön­nen, in­for­miert das Ros­to­cker Brand­schutz- und Ret­tungs­amt.

Be­reits ab dem zehn­ten Le­bens­jahr kann man Mit­glied in der Ju­gend­feu­er­wehr wer­den. Hier wird man spie­le­risch und dem Al­ter an­ge­passt an die Ar­beit der Feu­er­wehr her­an­ge­führt. Ei­ne ak­ti­ve Teil­nah­me am Ein­satz­dienst ist ab dem voll­ende­ten 16. Le­bens­jahr mög­lich. Na­tür­lich kann man auch oh­ne Er­fah­rung in der Ju­gend­feu­er­wehr ab dem 16. Le­bens­jahr in die Frei­wil­li­ge Feu­er­wehr ein­tre­ten.

Um am ak­ti­ven Ein­satz­dienst teil­neh­men zu kön­nen, muss je­des Mit­glied der Frei­wil­li­gen Feu­er­wehr nach Ein­tritt in die Ein­satz­ab­tei­lung die so­ge­nann­te Trupp­mann­aus­bil­dung ab­sol­vie­ren. Da­bei han­delt es sich um den Grund­aus­bil­dungs­lehr­gang für Frei­wil­li­ge Feu­er­wehr­leu­te. Der ers­te Teil der Aus­bil­dung um­fasst ins­ge­samt 70 Stun­den Aus­bil­dung in Theo­rie und Pra­xis in den Be­rei­chen Bren­nen und Lö­schen, Fahr­zeug- und Ge­rä­te­kun­de, Ers­te Hil­fe, Lösch­ein­satz, Tech­ni­sche Hil­fe­leis­tung und vie­len wei­te­ren span­nen­den The­men­ge­bie­ten, die die Feu­er­wehr zu bie­ten hat.

In­ner­halb der Han­se- und Uni­ver­si­täts­stadt Ros­tock wird die­ser Lehr­gang re­gel­mä­ßig in Ab­hän­gig­keit von der An­zahl der Teil­neh­men­den an­ge­bo­ten. An ins­ge­samt fünf Wo­chen­en­den wer­den al­le not­wen­di­gen Grund­la­gen durch die Aus­bil­der ge­schult. Mit er­folg­rei­chem Ab­schluss des ers­ten Lehr­gangs ist die Feu­er­wehr­frau/der Feu­er­wehr­mann be­fä­higt, an Ein­sät­zen der Feu­er­wehr teil­zu­neh­men.

In­ner­halb der Feu­er­wehr wer­den re­gel­mä­ßig Übungs­diens­te an­ge­bo­ten, um das er­lern­te Wis­sen an­zu­wen­den, zu fes­ti­gen und auch neu­es Wis­sen zu er­lan­gen. Als Mit­glied der Frei­wil­li­gen Feu­er­wehr ist man ver­pflich­tet, re­gel­mä­ßig an den Übungs­diens­ten teil­zu­neh­men. Ins­ge­samt müs­sen in­ner­halb von zwei Jah­ren nach Ab­schluss der 70-stün­di­gen Grund­aus­bil­dung wei­te­re 80 Stun­den Aus­bil­dung auf Stand­ort­ebe­ne nach­ge­wie­sen wer­den.

Ne­ben der Grund­aus­bil­dung wer­den wei­te­re Lehr­gän­ge an­ge­bo­ten, so sol­len neue Ka­me­ra­den auch im Um­gang mit den Sprech­funk­ge­rä­ten ge­schult wer­den. Die­ser Lehr­gang um­fasst ins­ge­samt 16 Stun­den und wird in Ros­tock in der Re­gel zwei­mal pro Jahr an­ge­bo­ten. Um auch mit Atem­schutz­ge­rä­ten in ver­rauch­te Be­rei­che vor­ge­hen zu kön­nen – um dort ei­ne Brand­be­kämp­fung oder Men­schen­ret­tung vor­zu­neh­men – ist es not­wen­dig, auch im Um­gang mit sol­chen Ge­rä­ten ge­schult zu wer­den. Vor ei­nem sol­chen Lehr­gang wird je­doch durch ei­nen be­rech­tig­ten Arzt die kör­per­li­che Eig­nung für das Tra­gen von Atem­schutz­ge­rä­ten über­prüft, da an die­se Tä­tig­keit be­son­de­re An­for­de­run­gen ge­stellt wer­den. Nach die­ser Un­ter­su­chung kann man den Lehr­gang zum Atem­schutz­ge­rä­te­trä­ger ab­sol­vie­ren. Die­ser be­rei­tet die Mit­glie­der der FF auf die künf­ti­gen Auf­ga­ben un­ter Atem­schutz vor und um­fasst ins­ge­samt 35 Stun­den.

Nach Ab­sol­vie­ren der Grund­aus­bil­dung und der Lehr­gän­ge Sprech­funk und Atem­schutz­ge­rä­te­trä­ger gibt es noch vie­le wei­te­re Lehr­gän­ge, bei de­nen man sich in­ner­halb der Frei­wil­li­gen Feu­er­wehr qua­li­fi­zie­ren kann, zum Bei­spiel der Ma­schi­nis­ten-Lehr­gang. Die­ser be­fä­higt die Ka­me­ra­din­nen und Ka­me­ra­den der FF zum Be­die­nen der Pum­pen und Ag­gre­ga­te der Lösch­fahr­zeu­ge. Wei­ter­hin ist man als Ma­schi­nist auch Fah­rer der Groß­fahr­zeu­ge. Dies setzt na­tür­lich ei­nen ent­spre­chen­den Füh­rer­schein vor­aus. Auch hier gibt es die Mög­lich­keit, nach Be­darf den Füh­rer­schein über die Feu­er­wehr zu er­wer­ben.

Ne­ben der Aus­bil­dung spie­len bei der Frei­wil­li­gen Feu­er­wehr auch der Team­geist und das Mit­ein­an­der ei­ne gro­ße Rol­le. So wer­den in den Frei­wil­li­gen Feu­er­weh­ren re­gel­mä­ßig auch Ak­ti­vi­tä­ten an­ge­bo­ten, die die Ge­mein­schaft stär­ken wie bei­spiels­wei­se Aus­flü­ge, Grill­aben­de etc.

Wer sich für Tech­nik und Aus­rüs­tung der Feu­er­wehr in­ter­es­siert, gleich­zei­tig an­de­ren Men­schen hel­fen möch­te und gern im Team ar­bei­tet, ist bei der Frei­wil­li­gen Feu­er­wehr bes­tens auf­ge­ho­ben. In den Frei­wil­li­gen Feu­er­weh­ren der Han­se- und Uni­ver­si­täts­stadt Ros­tock gibt es auch die Mög­lich­keit, sich in den ein­ge­rich­te­ten Sporträu­men fit­zu­hal­ten, wei­ter­hin be­steht auch zu be­stimm­ten Zei­ten die Mög­lich­keit, die Schwimm­hal­le zu nut­zen bzw. sich auf dem Fuß­ball­platz oder in der Hal­le sport­lich zu be­tä­ti­gen. Bei ei­ner lang­jäh­ri­gen Ak­ti­vi­tät in der Frei­wil­li­gen Feu­er­wehr be­steht dann auch wei­ter­hin die Mög­lich­keit, die Ros­to­cker Eh­ren­amts­card zu er­hal­ten, mit der wei­te­re Ver­güns­ti­gun­gen ein­her­ge­hen, wie zum Bei­spiel ein ver­güns­tig­ter Ein­tritt zu Kul­tur- und Frei­zeit­ein­rich­tun­gen so­wie ei­ne Er­mä­ßi­gung bei Ein­zel- und Ta­ges­ti­ckets des ÖPNV.