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„Treffpunkt Stadtarchiv“ wird 20 Jahre - Veranstaltungen des Archivs zur Stadtgeschichte

Pressemitteilung vom 09.02.2026 - Rathaus / Umwelt und Gesellschaft

„Viermal im Jahr laden Rostocker Archivarinnen und Archivare jeweils donnerstags um 17 Uhr stadthistorisch Interessierte zu einer neuen Veranstaltungsreihe ins altehrwürdige Kerkhofhaus, in die Räume des Archivs der Hansestadt Rostock, ein. Geboten werden anderthalb Stunden eindrucksvoller Begegnung mit der Historie und vor allem mit den originalen Spuren, die sie im Stadtarchiv hinterließ.“ So meldete der STÄDTISCHE ANZEIGER im Februar 2006. Nun besteht die Reihe „Treffpunkt Stadtarchiv“ bereits seit 20 Jahren. 62 Vortragsabende mit fast ebenso vielen Themen gab es bisher, die ersten noch im dafür inzwischen viel zu kleinen Lesesaal des Stadtarchivs. Und auch wenn der „Treffpunkt“ seit einiger Zeit nicht mehr im Stadtarchiv selbst, sondern im benachbarten Rathaus stattfindet, ist die Reihe doch zu einem wiederkehrenden Bestandteil in den jährlichen Planungen geworden und mittlerweile feste Archivtradition.

Auch das neue Jahr bringt wieder „Treffpunkte“ und neue Themen. Im April richtet sich der Blick auf ein Medium, das heute etwas weniger im Fokus steht: Zeitungen. Angefangen bei den Nachrichtenbriefen des 17. und 18. Jahrhunderts waren Zeitungen auch in Rostock bis weit ins 20. Jahrhundert hinein die wichtigste Informationsquelle der Stadtbevölkerung. Aus den unzähligen Meldungen lassen sich nicht nur die großen Ereignisse der Stadtgeschichte nachverfolgen, sondern auch viele kleine, alltägliche aber dafür umso spannendere Begebenheiten nachvollziehen. So wurde im Oktober 1965 eine bei Stralsund gefangene, über zwei Meter lange tropische Lederschildkröte in den Rostocker Zoo gebracht, worüber die OSTSEE-ZEITUNG in einer kleinen Randnotiz berichtete. Funde wie dieser ermutigen dazu, sich die Zeitungen genauer anzusehen und nach neuen spannenden „Nachrichten von Gestern“ (so der Titel dieses Treffpunktes) zu suchen. Der Vortrag findet am 16. April 2026 ab 17 Uhr im Festsaal des Rathauses statt.

Ebenfalls zu einer Tradition geworden ist inzwischen die Teilnahme am bundesweiten Tag der Archive. Unter dem deutschlandweiten Thema „Alte Heimat – Neue Heimat“ beleuchtet das Rostocker Stadtarchiv die Schicksale von Neuankömmlingen, Geflüchteten und Zugezogenen über die Jahrhunderte. Die Motive reichten dabei von religiöser oder politischer Verfolgung über wirtschaftliche Zwänge bis hin zur Suche nach dem ganz persönlichen Glück. Allen gemein war jedoch die Herausforderung, sich in der neuen Umgebung zurechtzufinden und sie zu einer Heimat zu machen. Ein spannendes Thema, das die Lebenswege Einzelner ebenso prägte wie die Stadtgeschichte. Der Tag der Archive findet am 7. März 2026 von 10 bis 15 Uhr in den Räumen des Stadtarchivs statt.

Darüber hinaus bietet das Stadtarchiv Workshops zu den Themen Familienforschung (18. März und 22. April 2026) und Paläographie (die Lehre von alten Schriften) (25. März und 20. Mai 2026) jeweils von 13.30 Uhr bis 15 Uhr an. Für die Workshops ist aufgrund der begrenzten Teilnehmerzahl eine schriftliche Anmeldung unter stadtarchiv@rostock.de erforderlich. Die Teilnahme an den Veranstaltungen des Stadtarchivs ist kostenlos. Informationen zum Programm für das zweite Halbjahr werden derzeit vorbereitet.