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Anlass der Klimawoche war die internationale Jahreskonferenz des Klima-Bündnis, für die die Hanse- und Universitätsstadt Rostock in diesem Jahr Austragungsort war. Das Bündnis, bestehend aus über 1.700 europäischen Städten und Gemeinden, sowie NGOs, anderen Organisationen und den indigenen Völkern der Amazonasregion, setzt sich für Klimaschutz und Klimagerechtigkeit ein und fördert den Austausch auf kommunaler Ebene. Die dreitägige Konferenz wurde genutzt, um sich über Lösungen und Schwierigkeiten im kommunalen Klimaschutz auszutauschen, sowie mit den Vertretern aus Südamerika die Lage im Amazonasgebiet zu diskutieren.

Um jedoch nicht nur Klimaschutz-Fachkundigen eine Plattform zu bieten, sondern auch die breite Öffentlichkeit einzubeziehen, organisierte die Klimaschutzleitstelle eine Woche voller Veranstaltungen, die das Thema aus unterschiedlichen Perspektiven beleuchtete.

Logo EU EFRE / MV
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 Logo EU EFRE / MVDie Klimawoche wurde mit Geldern der Europäischen Union aus dem EU-Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) gefördert.

Klimawoche KAT9
Klimawoche KAT9

 

Eröffnet wurde die Woche bereits am 22. September mit dem Klima-Aktionstag, der zum 11. Mal stattfand. Für diesen Tag wurde die Lange Straße für den Autoverkehr gesperrt. Stattdessen füllten über 60 Organisation, Vereine, Initiativen und Unternehmen die Parktaschen, um die Rostocker und Rostockerinnen über Klimaschutzmaßnahmen zu informieren und zum Mitmachen einzuladen. Und obwohl die Stadtwette verloren wurde und nur 256 statt 500 Menschen rollend durch die Innenstadt fuhren, war der Tag insofern ein voller Erfolg, als das er von vielen Besuchern genutzt wurde, um sich zu informieren und zu beteiligen.

Vom 23. bis 26. September fand dann die Veranstaltungsreihe „Klimaschutz an Bord“ statt. Veranstaltungsort war das Segelschiff „Artemis“, das extra im Stadthafen angelegt hatte und verschiedenen Organisationen und Einzelpersonen die Möglichkeit gab, ihre Projekte vorzustellen. Es wurde über den gesundheitlichen Effekt von Veganismus aufgeklärt, aber auch ethische Implikationen und den Einfluss unserer Ernährung auf das Klima diskutiert. Bei schönstem Sonnenschein wurden auf dem Deck des Schiffes und mit Blick auf den Stadthafen Ideen für dessen Gestaltung besprochen. Doch nicht nur städtischer Resilienz, also die Anpassungsfähigkeit einer Stadt an den Klimawandel, sondern auch persönlicher Resilienz und dem eigenen Umgang mit der Klimakrise wurde Raum gegeben. Beeindruckend war der Beitrag eines Mitglieds der indigenen Bevölkerung des Amazonasbeckens. Er erzählte von seinem Leben im Regenwald und davon, was wir von seinem Volk lernen können, um unsere Gesellschaft nachhaltiger zu gestalten. Des Weiteren stellten sich lokale Gruppen wie der Meeresmüllstammtisch und Rostock for Future vor. Und in zahlreichen Workshops konnten Schulklassen und Privatpersonen selber aktiv werden und etwa eine autofreie Straße in der KTV planen oder durch Upcycling eine alte Jeans für eine neue Nutzung fit zu machen..

Mit einer Reihe von Fachexkursionen und einem Filmabend fand die Klimawoche am 27. September ihren Abschluss. Sowohl der Dokumentarfilm „Climate Warriors“ als auch die Exkursionen zeigten lokale Handlungsfelder für Klimaschutz und die Energiewende auf. So wurden die Teilnehmenden in der Rostocker Heide über den Einfluss der letzten beiden trockenen Sommer auf den Baumbestand informiert und bei einem Rundgang durch das Petri-Viertel über energieeffizientes und nachhaltiges Bauen. Aus dem Mobilitätsbereich stellten sich die Rostocker Straßenbahn AG und die Wasserstoff-Tankstelle vor. Außerdem konnte man die Betriebsgelände der Stadtwerke, Nordwasser und Nordex besichtigen, sowie einen Vortrag zum geplanten Landstromanschluss in Warnemünde hören.

Alles in allem hat die Klimawoche gezeigt, wie divers Klimaschutz ist und dass es viele Ansatzpunkte gibt, um aktiv zu werden. Wir hoffen, dass diese Woche allen Beteiligten zusätzliche Motivation für ihre Arbeit verliehen hat und mehr Menschen für Klimaschutzbemühungen sensibilisiert hat.

Mit unseren Ernährungsgewohnheiten, vor allem einem hohen Konsum von Fleisch- und Milchprodukten, beeinflussen wir die Menge an Treibhausgasen, die aus der Landwirtschaft kommen. Global machen diese einen Anteil von fast 25 Prozent der gesamten Emissionen aus. Wie wird sich die Nachfrage nach Lebensmitteln angesichts einer wachsenden Weltbevölkerung entwickeln? Welche Auswirkungen auf die Umwelt werden damit verbunden sein? Wir sprechen mit dem Agrarökonomen Benjamin Bodirsky vom Potsdam Institut für Klimafolgenforschung und diskutieren bei einem klimafreundlichen Imbiss globale und lokale Handlungsoptionen. 

Die Veranstaltung findet im Rahmen von „weltwechsel 2019“ statt und wird von der evangelischen Akademie der Nordkirche in Kooperation mit der Klimaschutzleitstelle der Hanse- und Universitätsstadt Rostock organisiert.

19. November 2019, 18 bis 20.30 Uhr

Rathaus, Neuer Markt 1a, 18055 Rostock, im Erdgeschoss des Rathausanbaus

 Die Teilnahme ist kostenlos, jedoch wird um eine Anmeldung an rostock@akademie.nordkirche.de gebeten.

Weitere Informationen zur Veranstaltung unter:

https://www.akademie-nordkirche.de/veranstaltungen/aktuelles/699

https://www.eine-welt-mv.de/weltwechsel-2019/veranstaltung/

Der Globale Speiseplan

Auch dieses Jahr möchten wir wieder einen schönen sonnigen Sonntagnachmittag in der autofreien Lange Straße verbringen. Statt Blechlawine ist die Lange Straße voller Ideen rund um die Themen Klimaschutz, umweltfreundliche Mobilität und nachhaltiges Leben. Mehr als 60 Initiativen, Vereine, Unternehmen und Privatpersonen gestalten für einen Tag ihre Parktaschen in der Lange Straße mit Ständen, Aktionen und Aktivitäten zum Mitmachen. Es werden Projekte, Produkte und Ideen für eine bessere Zukunft erlebbar. Für Essen und Trinken ist wieder nachhaltig, oft bio, regional oder Fair gehandelt gesorgt. Und dabei soll der Tag so abfallfrei wie möglich laufen. Es geht!

Weitere Informationen und aktuelle Mitteilung gibt es auf der Internet-Seite:       https://klimaaktionstag-rostock.de/

Der Klimaaktionstag ist diesmal der Auftakt zur Rostocker Klimawoche vom 22.9.2019 bis 27.9.2019. Im Stadthafen läuft direkt beim "RostDock" die ganze Woche ein Informations- und Gesprächsprogramm zum Klimaschutz auf dem wunderschönen Traditionssegler "Artemis" unter dem Motto "Klimaschutz an Bord" und vom 25.9.-27.9.2019 findet der internationale Jahreskongress des "Klimabündnis" in Rostock statt.

Daten zum Klima-Aktionstag 2019:

Datum: Sonntag, 22. September 2019

Uhrzeit: 12.00 Uhr - 17.00 Uhr

Ort: Lange Straße, 18055 Rostock - Innenstadt

Vom Montag, 23. September bis Freitag 27. September 2019 dreht sich in Rostock alles um das Thema Klimaschutz. Im Rahmen der "KlimaWoche - Klimaschutz an Bord" kommt der wunderschöne Traditionssegler "Artemis" zu Besuch in den Stadthafen und bietet Raum für Vorträge, Workshops und Gespräche rund um das Thema Klimaschutz. Liegeplatz ist direkt am "RostDock", dem Container-Cafe im Haedgehafen.

Vormittags gibt es Angebote zu Klimathemen insbesondere für Schulen. Nachmittags und Abends reichen die Themen von der Klimarelevanz unserer Ernährungsgewohnheiten, über Verkehrswende-Konzepte in Rostock und das Thema Handlungsfreude statt Zukunftsangst vor dem Klimawandel - Resilienz bei Kindern, bis zu Plastikvermüllung der Weltmeere und der Zukunft der Fischbestände in der Ostsee und den Weltmeeren. 

Für Fragen steht Ihnen Frau Zander von der Klimaschutzleitstelle gerne zur Verfügung unter:  0381 / 381-7327.

Flyer Klimaschutz an Bord847.9 KB

Zeitplan Klimaschutz an Board - Artemis208.4 KB

Programmheft Klimawoche6.6 MB

Climate.Cities.Communities.
Strategien für eine lebenswerte Zukunft

#CAIC19 #LocalAction

25. – 27. September 2019 | Rostock

Der Wind dreht sich. Dank der Graswurzel-Kampagnen deklarieren immer mehr lokale, regionale und sogar nationale Regierungen weltweit das Klima als Priorität. Viele andere Kommunen und Regionen haben den Klimawandel längst ernst genommen und verfolgen bereits ehrgeizige Klimaziele. Für sie drehen sich einige der drängendsten Fragen darum, wie man am besten auf dieses allumfassende Thema reagieren kann, wenn nur Teile der Ursachen in kommunaler Hand liegen. Welche lokalen Strategien können zu einer lebenswerten Zukunft beitragen, wie können wir sie umsetzen und was können wir dabei aus globalen Partnerschaften lernen? Wie realisieren wir notwendige Veränderungen in der Mobilität und der gebauten Umwelt, wie können wir die Öffentlichkeit in unsere Strategien einbeziehen und wie passen wir uns den Veränderungen an, die wir nicht vermeiden können?

Climate.Cities.Communities. untersucht die Rolle der Kommunen bei Klimaschutzaktivitäten und der Umsetzung lokaler Strategien mit der Stärke, eine gute Zukunft für alle zu fördern. Gestalten Sie mit uns gemeinsam unsere Zukunft!

Logo Klimabündnis Konferenz 2019
Logo Klimabündnis Konferenz 2019 | Foto: Klimabündnis

Weitere Informationen und das Konferenzprogramm finden sie hier !

Auch dieses Jahr können wir wieder einige Mitsegelplätze für Jugendliche zwischen 15 bis 19 Jahren auf dem schönen Traditionssegler Amazone anbieten.

In Kooperation mit dem Jugendpfarramt der Nordkirche und der Universitäts- und Hansestadt Greifswald organisiert die Klimaschutzleitstelle Rostock wieder dieses Klimaschutz-Event der besonderen Art.

Jugendliche können sich bei uns in der Klimaschutzleitstelle anmelden. 

Alle Detailinformationen finden im Info- und Anmeldeflyer im Download weiter unten.

Ansprechpartner: Herr Uwe Hempfling

Telefon: 0381 381 7352

e-Mail: uwe.hempfling@rostock.de

Hier kommen Sie zum Anmeldeformular556.7 KB

Hier der Link zur Hauptseite der KlimaSail beim Jugendpfarramt der Nordkirche

Am Freitag, den 16. November 2018, veranstaltete die Klimaschutzleitstelle der Hanse- und Universitätsstadt Rostock in Kooperation mit dem Landesbeirat Holz und dem Agenda-21-Rat der Hanse-und Universitätsstadt Rostock das Fachforum "Bauen mit Holz - Ein Beitrag zum Klimaschutz". 

Bauen mit Holz liegt im Trend - Holz ist der nachhaltige Baustoff mit Zukunft. Bei Dachaufstockungen, im mehrgeschossigen Wohnungsbau, bei kommunalen Bauvorhaben, Gewerbebauten und immer dann, wenn es auf der Baustelle einen besonders schnellen Baufortschritt braucht, spielt Holz seine Stärken aus. Dabei braucht Holz fast keine Energie bei seiner Gewinnung und Verarbeitung, im Gegensatz zum hohen CO2-Ausstoß bei der Herstellung von Beton, Ziegel und Stahl. Wer mit Holz baut, baut nachhaltig und klimaschonend.

Mit Impulsvorträgen des Landesbeirats Holz M-V, der FNR - Fachagentur für Nachwachsende Rohstoffe, aktuellen regionalen Holzbaubeispielen aus dem Holzrahmen- und Holzmassivbau, der Vorstellung von modifizierten heimischen Hölzern mit Tropenholzeigenschaften sowie dem Thema Brandschutzkonzepte im Holzbau war das Fachforum eine gelungene Veranstaltung im Rahmen des Masterplans 100% Klimaschutz.

Der Veranstaltungsort war Programm: Die Europaschule Gymnasium Reutershagen gehört seit 2015 zu Deutschlands energietechnisch modernsten Schulen, ihr Neubaubereich wurde mit Holzrahmenbaufassaden errichtet.

Alljährlich findet im Rahmen der Europäischen Mobilitätswoche der Klima-Aktionstag in Rostock statt. Die Europäische Mobilitätswoche ist eine Kampagne der Europäischen Kommission, die sich seit 2002 immer im September der nachhaltigen Mobilität in Städten widmet.

Am Rostocker Klima-Aktionstag wird die Lange Straße für einen Nachmittag autofrei, alle Teilnehmer*Innen können die Parktaschen mit neuem Leben füllen und den Besucher*Innen vielfältige Klima-Aktionen präsentieren.

Da gibt es Projekte aus den Bereichen Energiewende, nachhaltiger Konsum und klimafreundliche Mobilität, Mitmachangebote für jede Altersgruppe, spontane Kaffeekränzchen, Sport oder auch Floh- und Tauschmärkte. NGOs, Vereine, Inititativen, Unternehmen, Privatpersonen, Ämter und viele mehr gestalten die autofreie Lange Straße und laden zu den verschiedensten Aktivitäten. Dazu Streetfood, ein muskelbetriebenes Kinderkarussell sowie abwechslungsreiches Bühnenprogramm mit Konzerten, Stadtwette, Tanz und Tombola. Alles mitten auf der sonst befahrenen Straße!
Veranstalter ist die Agenda-21-Arbeitsgruppe Klimaschutz und Mobilität, zu ihr gehören die Rostocker Straßenbahn AG und die Stadtwerke, die Deutsche Bahn, der ADFC sowie das Amt für Verkehrsanlagen, die Stabsstelle Mobilitätsmanagement und die Klimaschutzleitstelle der Hanse- und Universitätsstadt Rostock.

Logo KlimaSail
KlimaSail 2018 | Foto: KlimaSail 2018

Die KlimaSail 2018 ist das Bildungsprojekt der Masterplan-100%-Klimaschutz-Kommunen Flensburg, Kiel, Greifswald und Rostock mit dem Jugendpfarramt in der Nordkirche. Aus jeder Stadt segeln Jugendliche als Klimabotschafter gemeinsam über die Ostsee und beschäftigen sich mit einer nachhaltigeren Lebensweise für den Erhalt unserer Erde. In allen vier Städten gibt es dazu Landaktionen für den Klimaschutz: in Rostock das Hafenfest am 7. Juli 2018.

Nach sieben Tagen Segeltour auf dem finnischen Zweimastschoner „Amazone“ werden die sieben Rostocker Jugendlichen und ihre Mitsegler*innen aus den kooperierenden Klimaschutz-Kommunen im Stadthafen am Kabutzenhof offiziell empfangen, als prominente Gäste haben sich Umweltminister Till Backhaus, Bürgerschaftspräsident Wolfgang Nitzsche, Oberbürgermeister Roland Methling, Probst Wulf Schünemann und der Senator für Bau und Umwelt Holger Matthäus angekündigt.

Programmhighlights des KlimaSail-Hafenfestes sind der KlimaTalk mit den Gästen, der Vortrag zum Thema „Globale Gerechtigkeit“ von Tadzio Müller und Felix Ekardts Buchvorstellung „Wir können uns ändern“. Wie wir diesen Wandel weg aus der „Immer-mehr-Gesellschaft“ und hin zu nachhaltigem Denken, Klima- und Ressourcenschutz schaffen können, ist auch im Workshop „Wandelklima“ Thema. Ganztägig findet die Malaktion „Deine Hand für den Klimaschutz“ statt. Am Abend zeigt die Doku „Disobedience“ mutige Aktionen der weltweiten Klimabewegung und es gibt Live-Musik von Camou und dem Mary Jane Baltic Sweet Jazz Orchestra. Auch für klimafreundliche Verköstigung ist gesorgt!

Alle Informationen zur KlimaSail 2018 und den Programmflyer zum Hafenfest gibt es hier!

Seit dem Jahr 2000 findet in Rostock der Energiesparwettbewerb für Rostocker Schulen statt. Der Grundgedanke der Rostocker Energiesparwettbewerbe ist folgender: Durch einfache Verhaltensänderungen können ca. 10 – 15 % der anfallenden Energiekosten und CO2-Emissionen eingespart werden.
Seit dem Schuljahr 2009/2010 liegt die Federführung der Energiesparwettbewerbe bei der Klimaschutzleitstelle. Sie gilt als Ansprechpartnerin in allen Belangen des Wettbewerbes und begleitet die Schulen während des Wettbewerbs. Sie führt auf Wunsch Vor-Ort-Begehungen und Messungen durch und bietet die kostenlose Ausleihe eines Energiesparkoffers und weiterer Materialien an.

Von den eingesparten Kosten stehen 35% der jeweiligen Schule zur Verfügung, auf weitere 35% können, abhängig von klimarelevanten Aktivitäten der Schule, zugegriffen werden. 30% fließen in die städtische Haushaltskasse. So können die Schulen selbstständig weitere energiesparende Kleininvestitionen tätigen.

Die jährliche Auszeichnungsfeier für die teilnehmenden Schulen findet oft in Kooperation mit städtischen Unternehmen statt, meist mit anschließender Betriebsbesichtigung. Eingeleitet wird das neue Schuljahr mit einer Auftaktveranstaltung für die Lehrerinnen und Lehrer, die gleichzeitig als Austausch untereinander und der Beantwortung von auftretenden Fragen dient.
Etwa die Hälfte der Rostocker Schulen beteiligt sich regelmäßig am Wettbewerb. Insgesamt wurden bisher 8,3 Gigawattstunden Strom und Wärmeenergie in den Schulen eingespart und rund 1.100 Tonnen Kohlendioxidemissionen vermieden.

„Dynamic Light“ ist ein EU-Projekt (INTERREG Central Europe), das die Möglichkeiten einer intelligenten, dynamischen und energieeffizienten Stadtbeleuchtung untersucht. 15 Projektpartner, zu denen Kommunen und Institutionen aus sieben Mitgliedsstaaten gehören, entwickeln Strategien für eine bessere Qualität und Steuerbarkeit dynamischer Lösungen. Hauptaugenmerk liegt auf der Verbesserung der Beleuchtungsqualität bei gleichzeitiger Verringerung der Lichtverschmutzung und des Energieverbrauchs. Weiterhin zielt das Projekt auf die Schaffung von Bewusstsein für den tatsächlichen Bedarf unter Berücksichtigung der Anforderungen von Nutzern an die öffentliche Beleuchtung. Damit wird eine belastbare Grundlage für die Etablierung und Umsetzung künftiger intelligenter Beleuchtungskonzepte in Kommunen geschaffen.
Die Projektziele in Rostock fokussieren sich auf die Schaffung eines Beleuchtungskonzepts, das die Basis für die zukünftige Gestaltung der Straßenbeleuchtung ist und eine Verringerung der Umweltbelastungen zur Folge haben soll. Zur Veranschaulichung ist vorgesehen, beispielhaft eine Pilotanlage zu errichten.
Das Amt für Verkehrsanlagen ist als zuständiges Fachamt der wichtigste Akteur bei der Projektumsetzung. Die Straßenbeleuchtung in Rostock hat einen Anteil von einem Drittel am Stromverbrauch der Stadtverwaltung. Die Reduzierung dieses Energieverbrauchs wäre ein wichtiger und sichtbarer Schritt für den Klimaschutz.

Klimaschutz und Quartiersentwicklung? Das Fachforum der Klimaschutzleitstelle bringt diese beiden Schlüsselthemen für eine zukunftsfähige Stadt zusammen. Dabei geht es um die Reduzierung des Energiebedarfs durch energetische Gebäudemodernisierung und effiziente Energieversorgungssysteme. Vor allem der Ausbau und verstärkte Einsatz erneuerbarer Energien stehen im Fokus.

Best-Practice-Beispiele sind das Berliner Low-Ex-Nahwärmenetz Eichkamp-Heerstraße und die Zero-Emission-City, bei der durch nachhaltige energetische Quartiersentwicklung aus einer Plattenbausiedlung die Gartenstadt Potsdam-Drewitz entstand.

Welche energetischen Aspekte sind in Warnemünde in Bezug auf eine zukunftsweisende und nachhaltige Energieversorgung relevant und sollten bei der Erarbeitung des Klimaschutzteilkonzeptes berücksichtigt werden? Die Klimaschutzleitstelle sammelt mit den Teilnehmenden des Fachforums Ideen für Warnemünde.

Was hat Klimaschutz mit Stadtentwicklung zu tun? An Hand dieser Frage wollten wir von der Klimaschutzleitstelle mit den Bürgern der Stadt ins Gespräch kommen und für unsere Themen sensibilisieren.
Am Beispiel des Zusammenspiels von Stadthafen und Innenstadt wurden klimaschutzrelevante Themen der Stadtplanung, wie „Kompakt urbane Stadt“, „Konsequenzen des Flächenverbrauchs“, „Verdichtung und Freiräume“, „Stadt der kurzen Weg – Welche Mobilität wollen wir“ sowie „Nutzungsmischung – Arbeiten / Wohnen / Freizeit zusammen denken“ angesprochen.
Was brauchen und wünschen sich Bürger für eine lebenswerte und urbane Stadt? Am Beispiel der Innenstadt und des Stadthafens wurden dazu Modelle in einem lebendigen Diskussionsprozess gestaltet. Mit Jugendlichen, Studenten und Senioren fanden von Mai-Juli 2017 drei Planning-for-Real Workshops mit unterschiedlichen Gruppen der Stadtgesellschaft statt, die im städtischen Diskurs oft nicht ausreichend Berücksichtigung finden. Sehr anschaulich und mit viel Freude wurden Ideen, Wünsche und Anregungen gesammelt und verortet.

Die Modelle und eine Dokumentations-Broschüre mit den Diskussions-Ergebnissen werden von der Klimaschutzleitstelle dem Stadtplanungsamt und allen relevanten Akteuren der Stadtverwaltung, sowie der Kommunalpolitik vorgestellt und übergeben. Eine öffentliche Präsentation ist in Vorbereitung. Ziel ist es, die Ergebnisse bei der Überarbeitung der Rahmenplanung des Stadthafens zu berücksichtigen.

Die Hanse- und Universitätsstadt Rostock beteiligt sich seit 2010 an der bundesweiten Klima-Bündnis-Aktion "Stadtradeln". Die Grundidee: Drei Wochen lang sollen bundesweit in möglichst vielen Kommunen die Autos stehen bleiben und die Bürgerinnen und Bürger auf die Fahrräder steigen. Beruflich und privat sollen die meisten Wege mit dem Rad zurückgelegt und die erradelten Kilometer im persönlichen Online-Kalender auf der Kampagnenhomepage eingetragen werden. Nach Ende der Aktion können die Leistungen der Teams und einzelnen Mitglieder untereinander verglichen werden. Bundesweit ist der Vergleich der teilnehmenden Kommunen untereinander möglich. Neben der bundesweiten Auszeichnung der besten Kommunen durch das Klima-Bündnis, zeichnet Rostock die fleißigsten Radler*innen, die besten Teams, die beste Schule und die besten Schulklassen sowie die beste Kindertagesstätte aus. Die Ehrungen der Stadtradlerinnen und Stadtradler und ihrer Teams finden immer im September zum Klima-Aktionstag in der Langen Straße statt.


2017 sind 2.263 Radlerinnen und Radler in 101 Teams für das Rostocker STADTRADELN geradelt. Das sind 57 Radler und 20 Teams mehr als im Vorjahr. Fast 300.000 km kamen zusammen, eine Strecke die 7-mal um den Äquator reicht und 41,7 t CO2 wurden eingespart! Ein voller Erfolg für alle Stadtradlerinnen und Stadtradler und die Organisatoren.

Aushang Energiespar-Party
Plakat SPARTY | Foto: Janes von Moers

SPARTY - das ist (Energie)Sparen und Party. Bei der Energiespar-Party werden im lockeren Rahmen die Möglichkeiten zum Sparen von Energie und damit auch zum Einsparen von Kosten aufgezeigt. Hier ist in den meisten privaten Haushalten immer noch Luft nach oben! Neben Energiespartipps und vielen Informationen rund ums Thema Energie gibt es auch ein "Pubquiz".

Rostock hat mit der Verbraucherzentrale Mecklenburg-Vorpommern (VZ MV) und dem Stromspar-Check Kommunal (SSC) zwei kompetente Akteure im Bereich Energieberatung und Energiesparen, sie helfen, Klimaschutz in den Alltag einzubauen.

Energiesparen für Mieter*innen: • Die größten Stromfresser • Beleuchtung • Heizkosten senken • Kostenfreie Beratungen • Tipps & Tricks – was kann ich tun?

Die VZ MV präsentiert ihr Angebot von der stationären über die aufsuchende Beratung bis hin zu Informationen zur energetischen Sanierung.

Der Stromsparcheck stellt sein weitreichendes Beratungsangebot mit Installation kostenloser Soforthilfe für einkommensschwache Haushalte dar.

Bei gemütlichem Ausklang mit kleinem Imbiss stehen alle Ansprechpartner*innen noch für individuelle Beratungen an den Themeninseln zur Verfügung.

Veranstalter sind der Stromspar-Check, die Verbraucherzentrale M-V und die Klimaschutzleitstelle der Hanse- und Universitätsstadt Rostock.