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Ge­flü­gel­pest-Be­ob­ach­tungs­ge­biet in Ros­tock – Das Ve­te­ri­när- und Le­bens­mit­tel­über­wa­chungs­amt in­for­miert

Pres­se­mit­tei­lung vom 10.02.2022 - Rat­haus / Um­welt und Ge­sell­schaft

Tei­le des Ros­to­cker Stadt­ge­bie­tes wur­den ab so­fort bis auf Wi­der­ruf zum Ge­flü­gel­pest-Be­ob­ach­tungs­ge­biet er­klärt, teilt das Ve­te­ri­när- und Le­bens­mit­tel­über­wa­chungs­amt mit. Hin­ter­grund ist ein Aus­bruch im Land­kreis Ros­tock. So war am 4. Fe­bru­ar 2022 in ei­nem Ge­flü­gel­be­stand in 18239 Sa­tow, Orts­teil Go­row das hoch­pa­tho­ge­ne aviä­re ln­flu­en­za­vi­rus des Sub­typs H5N1 nach­ge­wie­sen wor­den. Um den Aus­bruchs­be­trieb wur­den ein Sperr­be­zirk mit ei­nem Ra­di­us von drei Ki­lo­me­tern und ein Be­ob­ach­tungs­ge­biet mit ei­nem Ra­di­us von zehn Ki­lo­me­tern fest­ge­legt.

In­ner­halb die­ses Be­ob­ach­tungs­ge­bie­tes liegt der süd­west­li­che Be­reich der Han­se- und Uni­ver­si­täts­stadt Ros­tock. Die be­trof­fe­nen Stadt­tei­le sind Reu­ters­ha­gen, Gar­ten­stadt, Süd­stadt, Stadt­wei­de, Bies­tow; be­grenzt durch die Stadt­gren­ze im Sü­den und Wes­ten so­wie im Nor­den durch die Ham­bur­ger Stra­ße bis zum Schuto­wer Kreuz und im Os­ten durch den Bar­n­stor­fer Ring (B 103), Edel­weiß­weg, Ku­phal­stra­ße, As­tern­weg, Am Waldessaum, Renn­bahn­al­lee, Tier­gar­ten­al­lee, Sa­tower Stra­ße, Süd­ring und No­bel­stra­ße.

In ei­ner All­ge­mein­ver­fü­gung zum Schutz vor der Ge­flü­gel­pest wer­den fol­gen­de Maß­nah­men für das Be­ob­ach­tungs­ge­biet an­ge­ord­net:

  • Hal­ter von Ge­flü­gel (Hüh­ner, Trut­hüh­ner, Perl­hüh­ner, Reb­hüh­ner, Fa­sa­ne, Lauf­vö­gel, Wach­teln, En­ten, Gän­se) ha­ben un­ver­züg­lich die An­zahl des ge­hal­te­nen Ge­flü­gels un­ter An­ga­be der Nut­zungs­art und ih­res Stand­or­tes und des ver­en­de­ten Ge­flü­gels so­wie je­de Än­de­rung (wei­te­re Ver­en­dun­gen) dem Ve­te­ri­när- und Le­bens­mit­tel­über­wa­chungs­amt der Han­se- und Uni­ver­si­täts­stadt Ros­tock an­zu­zei­gen.
  • Tier­hal­ter ha­ben si­cher­zu­stel­len, dass ein Kon­takt des Ge­flü­gels zum Wild­vo­gel­be­stand si­cher un­ter­bun­den wird. Das Ge­flü­gel darf kei­nen Zu­gang zu Ge­wäs­sern, mög­li­chen Über­schwem­mungs­flä­chen oder an­de­rem Ober­flä­chen­was­ser ha­ben. Hoftei­che sind si­cher aus­zu­zäu­nen.
  • Wenn auf Grund der ört­li­chen Ge­ge­ben­hei­ten wie bei­spiels­wei­se auf­grund ei­nes Hoftei­ches, ei­nes un­mit­tel­ba­ren Zu­gangs zu ei­nem Ge­wäs­ser und Wild­vo­gel­ein­flug kei­ne si­che­re Bar­rie­re zwi­schen Wild­vö­geln, ins­be­son­de­re zu Wild­enten, Wild­gän­sen, Schwä­nen und aas­fres­sen­den Wild­vö­geln und dem Haus­ge­flü­gel­be­stand her­zu­stel­len ist, sind die Tie­re (au­ßer Tau­ben) in ei­nem ge­schlos­se­nen Stall oder un­ter ei­ner Schutz­vor­rich­tung (wild­vo­gel­si­che­ren Vo­lie­re) zu hal­ten.
  • Ge­hal­te­ne Vö­gel zur Auf­sto­ckung des Wild­be­stan­des dür­fen nicht frei­ge­las­sen wer­den.
  • Ge­flü­gel­aus­stel­lun­gen, Ge­flü­gel­märk­ten oder Ver­an­stal­tun­gen ähn­li­cher Art sind ver­bo­ten.
  • Ge­hal­te­ne Vö­gel, fri­sches Fleisch von Ge­flü­gel und Fe­der­wild, Ei­er so­wie von Ge­flü­gel und Fe­der­wild stam­men­de sons­ti­ge Er­zeug­nis­se so­wie tie­ri­sche Ne­ben­pro­duk­te von Ge­flü­gel dür­fen we­der in ei­nen noch aus ei­nem Be­stand ver­bracht wer­den.
  • Trans­port­fahr­zeu­ge und Be­häl­ter, mit de­nen ge­hal­te­ne Vö­gel, fri­sches Fleisch von Ge­flü­gel, tie­ri­sche Ne­ben­pro­duk­te von Ge­flü­gel, Fut­ter­mit­tel oder sons­ti­ge Ma­te­ria­li­en, die Trä­ger des hoch­pa­tho­ge­nen aviä­ren ln­flu­en­za­vi­rus sein kön­nen, be­för­dert wor­den sind, so­wie Fahr­zeu­ge, mit de­nen ein Be­stand mit ge­hal­te­nen Vö­geln be­fah­ren wor­den ist, sind un­ver­züg­lich nach je­der Be­för­de­rung nach nä­he­rer An­wei­sung der zu­stän­di­gen Be­hör­de zu rei­ni­gen und zu des­in­fi­zie­ren.
  • Hal­ter von Vö­geln ha­ben si­cher­zu­stel­len, dass die Stäl­le oder die sons­ti­gen Stand­or­te des Ge­flü­gels von be­triebs­frem­den Per­so­nen nur mit be­triebs­ei­ge­ner Schutz­klei­dung oder Ein­weg­klei­dung be­tre­ten wer­den und dass die­se Per­so­nen die Schutz- oder Ein­weg­klei­dung nach Ver­las­sen des Stal­les oder sons­ti­gen Stand­or­tes des Ge­flü­gels un­ver­züg­lich ab­le­gen.
  • Schutz­klei­dung ist durch den Hal­ter von Vö­geln nach dem Ge­brauch un­ver­züg­lich zu rei­ni­gen und zu des­in­fi­zie­ren und Ein­weg­klei­dung nach Ge­brauch un­ver­züg­lich un­schäd­lich zu be­sei­ti­gen.
  • Ge­flü­gel­hal­tun­gen dür­fen nur mit ge­rei­nig­tem und des­in­fi­zier­tem Schuh­werk be­tre­ten bzw. ver­las­sen wer­den. An­de­ren­falls ist se­pa­ra­tes Schuh­zeug zu ver­wen­den.
  • Er­höh­te Ver­lus­te in Ge­flü­gel­be­stän­den und ge­häuf­te Fun­de von ver­en­de­ten Wild­vö­geln sind dem Ve­te­ri­när- und Le­bens­mit­tel­über­wa­chungs­amt der Han­se- und Uni­ver­si­täts­stadt Ros­tock un­ver­züg­lich un­ter der Te­le­fon­num­mer 0381 381-8601 zu mel­den.
  • Auf An­trag kön­nen Aus­nah­men von den an­ge­ord­ne­ten Schutz­ma­ß­re­geln ge­neh­migt wer­den. Der An­trag ist an das Ve­te­ri­när- und Le­bens­mit­tel­über­wa­chungs­amt der Han­se- und Uni­ver­si­täts­stadt Ros­tock zu rich­ten.

Die Ge­flü­gel­pest ist ei­ne hoch an­ste­cken­de und ver­lust­rei­che, an­zei­ge­pflich­ti­ge Tier­seu­che bei Wirt­schafts­ge­flü­gel, ge­hal­te­nen Vö­geln und zahl­rei­chen Wild­vö­geln. Das Vi­rus wird durch di­rek­ten Tier­kon­takt, von Ge­flü­gel stam­men­den Tei­len, Roh­pro­duk­ten und Aus­schei­dun­gen, über die Luft so­wie durch kon­ta­mi­nier­te Per­so­nen und Ge­gen­stän­de wie Trans­port­fahr­zeu­ge und -be­häl­ter, Ei­er­kar­tons oder an­de­re Ver­pa­ckungs­ma­te­ria­li­en ver­brei­tet.

 

All­ge­mein­ver­fü­gung zur Fest­le­gung ei­nes Be­ob­ach­tungs­ge­biets